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4. Semester Zahnmedizin: Physiologie und Weg zu Z1

RedaktionVon Redaktion14 Min. Lesezeit
Stapel alter Bücher und ein Notizbuch mit Stift auf einem Holztisch – 4. Semester Zahnmedizin

Im 4. Semester Zahnmedizin passieren zwei Dinge zugleich: Die letzten Grundlagenpraktika laufen aus, allen voran das Physiologie-Praktikum, und Du steuerst auf den Ersten Abschnitt der Zahnärztlichen Prüfung zu, kurz Z1. Neu gegenüber dem 3. Semester ist der Blick nach vorn: Der Z1-Antrag muss bis zum 10. Januar oder 10. Juni bei der Prüfungsstelle eingehen, und dafür brauchst Du Bescheinigungen über alle zehn Pflichtveranstaltungen der Anlage 1 ZApprO, einen aktuellen Erste-Hilfe-Nachweis und das Zeugnis über den Pflegedienst. Die größte Hürde ist deshalb selten ein einzelnes Fach, sondern die Organisation – Fristen, Nachweise und ein Prüfungsfenster in der vorlesungsfreien Zeit. Dieser Guide ordnet den Weg zu Z1 aus Sicht dieses Semesters ein. Die Prüfung selbst steht ausführlich in Das Physikum (Z1).

Das Wichtigste auf einen Blick

Bereich Was im 4. Semester ansteht
Schwerpunkte Physiologie-Praktikum (an allen sechs ausgewerteten Regel-Unis mit Anteil im 4. Semester), je nach Uni Biochemie- und Neuroanatomie-Reste, Dentale Technologie (z. B. Münster)
Kurse mit Spanne Physiologie-Praktikum: 3. bis 4. Semester; Biochemie-Praktikum: 2. bis 4.; Dentale Technologie: 1. bis 4.; Wahlfach: 2. bis 4.
Prüfungen Scheine für die Praktika (Testate, Klausuren, Kolloquien je nach Uni); am Ende des Semesters Z1 mit vier mündlichen Prüfungsgesprächen
Gesetzliche To-dos Z1-Antrag bis 10.01. oder 10.06. (§ 19 Abs. 3 ZApprO); Erste-Hilfe-Nachweis höchstens drei Jahre alt (§ 20 Abs. 1); Pflegedienst-Zeugnis (§ 14); Nachteilsausgleich nur mit dem Antrag (§ 22 Abs. 2)
Belastung Praktika mit Anwesenheitspflicht (je nach Uni 80 bis 90 Prozent, einzelne Praktika 100 Prozent) plus Wiederholung des Stoffs aus vier Semestern

Was in diesem Semester ansteht

Welche Veranstaltungen genau im 4. Semester liegen, entscheidet Deine Uni. Die Angaben unten stammen aus den veröffentlichten Studienordnungen und Studienplänen von LMU München, Köln, Mainz, Marburg, Münster und Rostock (jeweils Plan bei Studienbeginn im Wintersemester). Hamburg ist ein Sonderfall und kommt weiter unten.

Physiologie-Praktikum

Das Praktikum der Physiologie ist Nummer 3 der Anlage 1 und gehört zur dritten Fächergruppe von Z1 (Physiologie, Physik). An allen sechs Regel-Unis hat es einen Anteil im 4. Semester: Mainz legt das Praktikum mit 7,5 Semesterwochenstunden (SWS) ins 4. Semester, Rostock führt Physiologie II mit 3,5 SWS Praktikum, Münster verteilt das Praktikum auf das 3. und 4. Semester, die LMU hat im 4. Semester das Praktikum der vegetativen Physiologie, Marburg die Neurophysiologie, Köln Vorlesung und Praktikum. In Mainz und Münster setzt das Praktikum vorherige Scheine voraus (Mainz Chemie und Physik, Münster Physik). Wer dort einen früheren Schein nicht hat, kann das Physiologie-Praktikum nicht einfach mitlaufen lassen.

Wie dicht so ein Praktikum kontrolliert wird, zeigt Marburg als ein Beispiel: 100 Prozent Anwesenheit, pro Versuch ein Eingangstestat (mindestens drei von fünf Fragen), Versuchsprotokolle und am Ende eine Kombiklausur. Andere Unis kontrollieren anders – das Modulhandbuch Deiner Uni sagt, wie.

Dentale Technologie

Das Praktikum der Zahnmedizinischen Propädeutik mit Schwerpunkt Dentale Technologie (Anlage 1 Nr. 10) ist der gesetzliche Nachfolger dessen, was viele noch TPK nennen. Der Begriff steht nicht in der ZApprO, den Hintergrund erklärt TPK: Der Kurs der technischen Propädeutik. Die Lage ist über die Unis gestreut: im 1. Semester (Marburg), im 3. (LMU, Mainz) oder im 4. Semester (Münster mit 3 SWS Praktikum und 2 SWS Vorlesung). Frankfurt legt die Vorlesung bei Erstzulassung im Wintersemester ins vierte, bei Erstzulassung im Sommersemester ins erste Fachsemester. Wenn Dein Praktikum in diesem Semester liegt, läuft es parallel zur Z1-Vorbereitung, denn die Zahnmedizinische Propädeutik ist ein eigenes Prüfungsfach (§ 32 Abs. 1 Nr. 4).

Biochemie, Neuroanatomie und Anatomie-Reste

Das Biochemie-Praktikum läuft je nach Uni zwischen dem 2. und 4. Semester. Im 4. Semester sitzen noch Marburg (Biochemie III mit Praktikum II) und Rostock (Medizinische Biochemie II mit 3,5 SWS Praktikum). Die Neuroanatomie liegt bei der LMU im 1. Semester, in Marburg im 4. (3 SWS Vorlesung, 1 SWS Übung). Wer in Marburg im Sommersemester gestartet ist, hat im 4. Semester sogar den Präparierkurs.

Wahlfach

Ein Wahlfach vor Z1 ist nach § 10 ZApprO freiwillig. Wenn Du eines ablegst, wird es benotet und die Note kommt ins Z1-Zeugnis. Marburg bietet es zwischen dem 2. und 4. Semester an, die LMU im 3. und 4. Rostock macht es zur Pflicht (scheinpflichtiges Wahlfach). Schau also nach, ob Dir noch ein Schein fehlt, bevor Du den Antrag stellst.

So unterscheiden sich die Unis

Uni Im 4. Semester laut Plan (Start im Wintersemester)
LMU München Praktikum vegetative Physiologie (3 SWS) mit Vorlesung; Z1 am Ende des 4. Semesters
Köln Physiologie (Vorlesung und Praktikum); Z1 in der vorlesungsfreien Zeit
Mainz Physiologie-Praktikum (7,5 SWS); Vorlesungen Physiologie und Biochemie im 3. und 4. Semester
Marburg Neuroanatomie, Physiologie III mit Praktikum II, Biochemie III mit Praktikum II
Münster Physiologie-Praktikum (3. und 4. Semester), Praktikum Dentale Technologie
Rostock Physiologie II und Medizinische Biochemie II, jeweils mit Praktikum

Bei Köln ist die Quelle eine Erstsemesterbroschüre, keine Studienordnung. Münster und Rostock beruhen auf Plänen von 2021, spätere Änderungen sind möglich. Prüfe deshalb immer die aktuelle Ordnung Deiner Uni.

Winter- oder Sommerstart: Viele Unis nehmen zu beiden Terminen auf, dann gibt es zwei Verlaufspläne. Dieselbe Veranstaltung liegt je nach Start in einem anderen Fachsemester, Marburg und Frankfurt belegen das ausdrücklich. Dein 4. Semester ist bei Wintersemester-Start ein Sommersemester und bei Sommersemester-Start ein Wintersemester. Das bestimmt, welche Antragsfrist für Z1 zu Dir passt, dazu mehr im Zeitplan weiter unten. Eine Übersicht der Unis mit Sommerstart findest Du in Zahnmedizin zum Sommersemester.

Hamburg: Der Modellstudiengang iMED DENT hat keine Fächerpraktika nach Anlage 1, sondern integrierte Module. Das 4. Semester besteht aus den Modulen C2 (Infektionen, Entzündungen und Prävention II) und E1 (Zahn- und Kieferfehlbildungen I), mit praktischer Endodontie und Parodontologie, Anatomie des Kopfes an Körperspendenden und physiologischen Inhalten wie Stoffwechsel, Motorik und Schmerzphysiologie. Ein klassisches Z1 gibt es dort nicht. Stattdessen legst Du frühestens am Ende des vierten Fachsemesters eine hochschulinterne mündliche Äquivalenzprüfung ab (§ 82 ZApprO, § 12 der Prüfungsordnung). Sie umfasst dieselben drei Fächergruppen und das Fach Zahnmedizinische Propädeutik, besteht aber aus zwei Prüfungsteilen an verschiedenen Tagen innerhalb von höchstens vier Wochen, mit höchstens drei Studierenden je Teil.

Prüfungen und Leistungsnachweise

Ohne Schein kein Z1-Antrag: Die ZApprO verlangt die regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme an allen Anlage-1-Veranstaltungen (§ 4), nachgewiesen durch Bescheinigungen (§ 12, § 20 Abs. 1 Nr. 4). Was „erfolgreich“ und „regelmäßig“ heißt, legt jede Uni selbst fest.

Die Praktika im 4. Semester schließen je nach Uni mit unterschiedlichen Leistungen ab. Wörtlich belegt sind bei Marburg Eingangs-, Einzel- und Gesamttestate sowie Kolloquien und Kombiklausuren, bei Mainz schriftliche und mündlich-praktische Erfolgskontrollen, auch als E-Klausur.

Bei der Anwesenheit reichen die Spannen in den Ordnungen von 80 bis 90 Prozent: Mainz verlangt in der Regel mindestens 90 Prozent, Marburg mindestens 84 Prozent (einzelne Praktika 100 Prozent), Frankfurt 80 Prozent. Münster erlaubt höchstens 15 Prozent Fehlzeit, Rostock höchstens 10 Prozent unentschuldigtes Fehlen. Die LMU regelt es über Kursordnungen und verlangt bei Krankheit ein ärztliches Attest, eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung genügt nicht.

Die Wiederholungsregeln für uni-interne Prüfungen sind nicht bundeseinheitlich: In Mainz sind Scheinprüfungen zweimal wiederholbar, in Marburg Prüfungsleistungen dreimal, in Münster Lehrveranstaltungen höchstens zweimal. Verallgemeinern solltest Du das nicht. Wichtig fürs Z1: Wenn Du einen Schein im 4. Semester wiederholen musst, kann er zum Antragstermin fehlen.

Material, Kosten und Organisation

Der Semesterbeitrag liegt an den staatlichen Unis laut den Uniprofilen dieses Portals zwischen 82 Euro (FAU Erlangen, Wintersemester 2026/27) und 484,18 Euro (Göttingen, Wintersemester 2026/27) pro Semester, Studiengebühren gibt es dort nicht. Greifswald verlangt 127 Euro ab dem 2. Fachsemester.

Neu anschaffen musst Du im 4. Semester meist nur etwas, wenn Dein Dentale-Technologie-Praktikum jetzt liegt. Frankfurts offizielle Materialliste (ohne Preise) nennt unter anderem einen Artikulator, ein Proxxon-Multifunktionswerkzeug und Modellierinstrumente, aber weder Winkelstück noch Technikermaschine. Als Erfahrungswerte aus Fachschaftsberichten nennt Kosten im Zahnmedizinstudium für einen kompletten Instrumentenkoffer rund 2.000 Euro, für den Artikulator rund 800 Euro und für eine Technikermaschine 600 bis 1.000 Euro. Das sind keine Uni-Preise. Vorher beim Kurs nachzufragen, was wirklich verlangt wird, spart Geld. Was in den Koffer gehört, zeigt Die Instrumentenkiste im Zahnmedizinstudium.

Organisatorisch gilt: Die vorlesungsfreie Zeit ist nicht automatisch frei. Pflegedienst (§ 14 Abs. 3) und Z1 (§ 30) liegen gesetzlich genau dort, und manche Pläne legen Praktika oder Blockkurse in diese Wochen.

Gesetzliche To-dos: Der Weg zu Z1

Wann und bis wann der Antrag möglich ist

Z1 kann frühestens am Ende des vierten Fachsemesters abgelegt werden (§ 28 ZApprO). Den Antrag auf Zulassung kannst Du frühestens in diesem Semester stellen (§ 19 Abs. 2), schriftlich oder elektronisch. Er muss bis zum 10. Januar oder bis zum 10. Juni bei der zuständigen Stelle eingegangen sein (§ 19 Abs. 3). Maßgeblich ist das Land, in dem Du beim Antrag studierst. Wer die Stelle ist, ist unterschiedlich geregelt: In Nordrhein-Westfalen ist es das Landesprüfungsamt, bei der FAU Erlangen das Prüfungsamt der Universität.

Unterlagen und Nachreichen

Nach § 20 Abs. 1 gehören zum Antrag:

  1. ein Identitätsnachweis,
  2. die Hochschulzugangsberechtigung (bei ausländischen Zeugnissen mit Anerkennungsbescheid),
  3. das Studienbuch oder der Studienzeitnachweis Deiner Uni,
  4. die Bescheinigungen über regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme an den zehn Anlage-1-Veranstaltungen,
  5. der Nachweis über die Ausbildung in Erster Hilfe, höchstens drei Jahre alt,
  6. das Zeugnis über den Pflegedienst (ein Monat, Krankenhaus oder gleichgestellte Einrichtung, § 14).

Nur Studienbuch und Bescheinigungen können innerhalb einer von der Stelle gesetzten Frist nachgereicht werden. Für Erste-Hilfe-Nachweis und Pflegedienst-Zeugnis sieht das Gesetz diese Möglichkeit nicht vor. Fehlende Unterlagen können zur Versagung der Zulassung führen (§ 21). Bei einem wichtigen Grund kann die versäumte Handlung noch bis vier Wochen vor dem Prüfungstermin nachgeholt werden, darauf verlassen solltest Du Dich nicht.

Wer bereits die Ärztliche Prüfung M1 bestanden hat, legt nur das Fach Zahnmedizinische Propädeutik ab (§ 29 Abs. 2).

Nachteilsausgleich

Behinderung oder Beeinträchtigung mit leistungsbeeinträchtigender Wirkung berechtigen zu einem individuellen Nachteilsausgleich. Er wird aber nur gewährt, wenn Du ihn spätestens mit dem Zulassungsantrag stellst (§ 22 Abs. 2). Die Stelle darf ein ärztliches Attest verlangen.

Wie Z1 abläuft

Hier nur die Eckdaten, die Deine Planung bestimmen (Tiefe in der Z1-Säule). Z1 ist rein mündlich und umfasst vier Prüfungsgespräche: Biochemie und Molekularbiologie mit Chemie, Anatomie mit Biologie, Physiologie mit Physik und Zahnmedizinische Propädeutik. Jedes dauert 20 bis 30 Minuten pro Person. Sie sollen nicht mehr als zwei pro Tag stattfinden und liegen für Dich innerhalb von höchstens vier Wochen (§ 32 Abs. 4). In einem Prüfungstermin werden höchstens vier Studierende geprüft (§ 34). Die Ladung muss spätestens fünf Kalendertage vorher bei Dir sein (§ 31). Geprüft wird anhand strukturierter Bewertungsbögen mit vorab festgelegter Musterlösung (§ 36). Alle vier Teile müssen für sich bestanden werden, ein Ausgleich zwischen ihnen gibt es nicht (§ 37). Jeder Teil lässt sich zweimal wiederholen (§ 38), die Ladung dazu erfolgt von Amts wegen zum nächsten Termin. Wenn Du verhindert bist, musst Du die Gründe unverzüglich darlegen, sonst kann ein versäumter Teil als nicht bestanden gelten (§§ 26, 27). Das gilt seit 01.12.2024. Ältere Merkblätter mit „sieben Einzelprüfungen“ sind veraltet.

Ein Beispiel: FAU Erlangen, Frühjahr 2026

Wie das in der Praxis aussieht, zeigt das Merkblatt der FAU Erlangen als ein Beispiel. Der Antrag musste bis spätestens 10. Januar 2026 im Prüfungsamt sein (ein Samstag). Das Prüfungsamt war vom 20.12.2025 bis 06.01.2026 komplett geschlossen und empfahl, den Antrag bis zum 16. Dezember 2025 einzureichen. Die Prüfungen sollten voraussichtlich vom 09. März bis 02. April 2026 stattfinden. Andere Länder haben andere Prüfungswochen, die gesetzliche Frist bleibt 10.01. oder 10.06.

Zeitplan nach Startsemester

Aus den Paragrafen 19, 28 und 30 lässt sich ableiten, wo Z1 bei Dir liegt (Ableitung, konkrete Wochen legt jedes Land fest):

Start im Wintersemester Start im Sommersemester
4. Semester ist ein … Sommersemester Wintersemester
Antragsfrist 10. Juni 10. Januar
Z1 vorlesungsfreie Zeit nach dem Sommersemester vorlesungsfreie Zeit im Frühjahr (Beispiel FAU: März/April)

Daraus folgt eine Reihenfolge, die ohne erfundene Lernstunden auskommt:

  1. Zu Semesterbeginn: Prüfe das Datum Deines Erste-Hilfe-Nachweises. Er darf am Tag der Antragstellung nicht älter als drei Jahre sein.
  2. Früh im Semester: Hol Dir das Merkblatt und Formular der zuständigen Stelle und gleiche Deine Scheine mit den zehn Anlage-1-Veranstaltungen ab. Das Pflegedienst-Zeugnis muss vorliegen.
  3. Vor der Frist: Reiche den Antrag mit Puffer ein, auch wenn das Gesetz „Eingang bis 10.01./10.06.“ sagt. Ein Nachteilsausgleich gehört in denselben Antrag.
  4. Ab Zulassung: Plane rückwärts vom Prüfungsfenster. Weil höchstens zwei Gespräche pro Tag möglich sind, brauchst Du mindestens zwei Prüfungstage, und weil die Ladung nur fünf Tage vorher kommt, solltest Du die gesamte vorlesungsfreie Zeit freihalten, auch von Nebenjobs und Urlaub.
  5. Lernstoff nach Fächergruppen: Der Stoff stammt aus vier Semestern, gegliedert nach den vier Prüfungsteilen. Methoden dazu bündelt Lernstrategien fürs Zahnmedizinstudium.

Typische Stolpersteine und Tipps

  • Der Antrag muss eingegangen sein, nicht nur abgeschickt. Die FAU nennt als Beispiel einen Samstag als Fristende und eine mehrwöchige Schließzeit davor.
  • Der Erste-Hilfe-Kurs aus der Führerscheinzeit ist oft zu alt, weil er bei Antragstellung höchstens drei Jahre zurückliegen darf.
  • Der Pflegedienst fehlt. Er gehört in die unterrichtsfreie Zeit vor dem Antrag (§ 14 Abs. 3), und das Zeugnis ist nicht nachreichbar. Er entfällt nur bei bestimmten abgeschlossenen Ausbildungen (§ 14 Abs. 6).
  • Ein einziger Schein fehlt. Mit Nachreichfrist lässt sich das nur für Bescheinigungen lösen, nicht für nicht bestandene Praktika.
  • Alte Informationen. Nach der Neuregelung vom 01.12.2024 gelten vier Prüfungen, nicht sieben.
  • Fachsemester zählen. Z1 setzt das vierte Fachsemester voraus. Bei Studienwechsel oder Anerkennung von Leistungen (§ 23) klärst Du mit der Prüfungsstelle, wo Du stehst.
  • Wiederholung heißt Wartezeit. Wer einen Teil wiederholen muss, wird zum nächsten Termin geladen, auch außerhalb der vorlesungsfreien Zeit (§ 38). Da die Phantom-Praktika erst nach bestandenem Z1 möglich sind (§ 5 Abs. 3), kann sich das auf Semester 5 auswirken (Ableitung, die Organisation regelt jede Uni selbst).

Belastbare amtliche Zahlen zu Bestehensquoten haben wir nicht gefunden und nennen deshalb keine.

Wie es weitergeht

Mit bestandenem Z1 beginnt der Teil des Studiums, den viele „Klinik“ nennen, auch wenn das Gesetz diesen Begriff nicht kennt. Im 5. Semester folgen die Phantom-Praktika der Anlage 2, deren Teilnahme erst nach bestandenem Z1 möglich ist (§ 5 Abs. 3). An fünf von sechs ausgewerteten Regel-Unis liegt die Prothetik am Phantom im 5. Semester, mehr zum Kurs im Artikel zum Phantomkurs. Ebenfalls erst nach Z1 darfst Du die vierwöchige Famulatur absolvieren, und zwar in den unterrichtsfreien Zeiten (§ 15 Abs. 3). Wie die Famulatur abläuft, erklärt Die Famulatur im Zahnmedizinstudium. Behandlungskurse am Patienten folgen erst nach Z2 (§ 5 Abs. 3), mehr dazu in Der klinische Abschnitt. In Hamburg gilt das wegen des Modellstudiengangs nur eingeschränkt: Die Famulatur ist dort schon nach den Modulen A bis C1 und dem Pflegedienst möglich.

Den Gesamtüberblick über alle Semester gibt der Hub Aufbau des Zahnmedizinstudiums, die Einordnung der Grundlagenphase steht in Die Vorklinik im Zahnmedizinstudium.

Quellen

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