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TPK Zahnmedizin: Inhalt, Semester je Uni und Kosten

RedaktionVon Redaktion5 Min. Lesezeit
Zahnmedizinstudent modelliert im Kurs der technischen Propädeutik einen Zahnbogen aus Wachs – TPK: Der Kurs der technischen Propädeutik

Der TPK ist das Praktikum der Zahnmedizinischen Propädeutik mit Schwerpunkt Dentale Technologie (Anlage 1 Nr. 10 ZApprO). Du arbeitest mit Wachs, Gips und Kunststoff an Zahnmodellen, noch ohne Patienten. Je nach Uni liegt der Kurs im 1. bis 4. Semester, in jedem Fall vor dem Ersten Abschnitt der Zahnärztlichen Prüfung (Z1) und damit vor den Phantomkursen. Gemeinsam mit dem Praktikum Präventive Zahnheilkunde (Nr. 9) muss er laut ZApprO mindestens 84 Stunden umfassen. Was die Ausstattung kostet, steht im Artikel zu den Kosten des Zahnmedizinstudiums.

TPK je Uni

Den Namen „TPK“ kennt die ZApprO nicht, im Studienplan steht die amtliche Bezeichnung. Die Tabelle zeigt sechs Unis nach ihren Studien- und Prüfungsordnungen:

Uni Semester Umfang Anwesenheit Prüfung und Wiederholung
Marburg 1. (Winterstart) Praktikum 3 SWS; Vorlesung 1 SWS im 1., 1 SWS im 2. Semester 100 Prozent in der Kurszeit, Ausnahme: Attest und andere begründete Fehlzeiten 16 bis 20 testierte Arbeiten, Klausur und praktische Prüfung; eine Wiederholung im Semester
Rostock (ab Studienbeginn WS 2024/25) 2. Vorlesung 2 SWS, Praktikum 3 SWS höchstens 12,5 Prozent unentschuldigt versäumt Erfolgskontrolle zweimal wiederholbar (bis zu drei Versuche insgesamt)
LMU München 3. Praktikum 3 SWS, Vorlesung 1 SWS Anwesenheitspflicht, Anforderungen nach Kursordnung; bei Krankheit ärztliches Attest nicht bestandene Erfolgskontrolle zweimal wiederholbar
Mainz 3. Praktikum 4 SWS, Vorlesung 2 SWS in der Regel mindestens 90 Prozent zweimal wiederholbar
Münster 4. Praktikum 3 SWS; Eingangsvoraussetzung ist die Vorlesung „Einführung in die Zahnheilkunde II, Dentale Technologie“ (1 SWS) höchstens 15 Prozent versäumt Lehrveranstaltung höchstens zweimal, abschließende praktische Prüfung höchstens viermal wiederholbar
Frankfurt 4. (Winterstart), 1. (Sommerstart) Vorlesung 2 SWS (28 Unterrichtsstunden) in der Regel 80 Prozent praktische Prüfung einmal, theoretische zweimal wiederholbar; danach einmal die ganze Einheit

Stand: Studienordnungen in der jeweils abgerufenen Fassung, Oktober 2026 (Quellen unten). Eine typische Lage gibt es nicht. Wer den TPK früh hat, startet praktisch mit wenig theoretischem Vorwissen. Wer ihn im 4. Semester hat, liegt dicht vor der Z1-Anmeldung – Eingang bis 10. Januar oder 10. Juni (§ 19 Abs. 3 ZApprO) – und muss Kurs und Prüfungsvorbereitung gleichzeitig tragen. Wie ein Semester mit TPK aussieht, zeigt der Guide zum 3. Semester, das Gesamtbild der ersten Studienjahre die Vorklinik. Die Semesterlage aller Fächer steht in 1. Semester Zahnmedizin.

Was Du im TPK anfertigst

Welche Arbeiten Pflicht sind, legt jede Uni selbst fest. Am genauesten beschreibt es Marburg im Modulhandbuch zum Praktikum (Studienordnung 2023). Dort gehören dazu:

  • Morphologiestudien an einem extrahierten Zahn und an 14 vergrößerten Zahnkronen
  • ein Zahnschliffpräparat
  • Präparation von 2 bis 6 Zähnen zur Aufnahme von Kronen
  • fünf Gipsmodelle für Zahnmodellationen
  • das Einartikulieren von Modellen (ein „Patient“)
  • Zahnmodellationen: 2 bis 8 Kauflächen und 2 bis 4 klinische Kronenformen
  • 3 bis 5 gebogene Dentaldrähte und Klammern nach Vorlage

Die Präparation gehört in Marburg also zum TPK; der eigentliche Phantomkurs mit Kronen- und Brückenpräparationen folgt erst nach Z1 (§ 5 Abs. 3 ZApprO). Das Frankfurter Veranstaltungsblatt nennt als Themen unter anderem Abformungen, Artikulatoren, Aufwachsen, Kauflächen, Modelleinbau, Modellherstellung, Okklusion, Präparationen und Zahnmodellation. Eine einheitliche Liste für ganz Deutschland gibt es nicht.

Jede Arbeit wird von Dozierenden bewertet. In Marburg dienen ein Demonstrationsmodell und Fotos von Referenzarbeiten als Maßstab für die Bestehenskriterien. Wer eine Arbeit nicht in ausreichender Qualität abgibt, wiederholt sie; wie oft, steht in der Tabelle.

Bestehen, Bewertung, Wiederholung

Voraussetzung für den Schein nach Anlage 1 ist die regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme (§ 20 Abs. 1 ZApprO). Was „regelmäßig“ heißt, regelt die Uni: von 100 Prozent in Marburg bis zu 80 Prozent in Frankfurt. In Marburg sind die testierten Arbeiten zugleich die Zulassung zur praktischen Prüfung; eine praktische Prüfung besteht dort in der Regel aus einer Präparation (Werkstück) in einer vorgegebenen Zeit von 60 bis 180 Minuten (§ 18 Abs. 9 der Studienordnung). Mainz, die LMU und Münster nennen in ihren Ordnungen keine Arbeitsliste; die Details stehen in den Kursunterlagen.

Wer den Kurs nicht besteht, kann ihn wiederholen, in Rostock (ab Studienbeginn WS 2024/25), Mainz und an der LMU zweimal. Fehlt ein Schein, fehlt die Zulassung zum Z1. Mehr zur Prüfung selbst steht im Artikel zum Physikum (Z1).

Üben und Ausstattung

Handwerkliches Können baut sich über Wiederholung auf, nicht über Auswendiglernen. Freie Übungszeiten im Kursraum solltest Du deshalb nutzen, soweit Deine Fakultät sie anbietet; frag dazu die Fachschaft. Zur Frage, ob Dir das Handwerkliche liegt, hilft der Artikel zum handwerklichen Geschick.

Ausstattung kaufst Du erst, wenn die Materialliste Deiner Uni vorliegt. Die Liste der Uni Frankfurt für die Zahnmedizinische Propädeutik (Sommersemester 2025) umfasst 59 Positionen vom Mundspiegel bis zum Artikulator, darunter Kinderknete für drei Zähne von etwa 8 Zentimetern Höhe, aber ohne Winkelstück und Technikermaschine. Preise für Koffer und Geräte stehen im Artikel zu den Kosten, die Instrumente im Artikel zur Instrumentenkiste.

Quellen

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