Studieninhalte

3. Semester Zahnmedizin: Biochemie, Physiologie, Propädeutik

RedaktionVon Redaktion14 Min. Lesezeit
Laborgläser mit orangefarbener Flüssigkeit im Labor – 3. Semester Zahnmedizin

Das dritte Semester gehört der Biochemie. An allen sechs ausgewerteten Studienplänen läuft hier zumindest ein Teil des Praktikums der Biochemie und Molekularbiologie, an vier von sechs beginnt außerdem das Praktikum der Physiologie. Neu gegenüber dem zweiten Semester ist, dass die reinen Naturwissenschaften in die Funktionslehre des Körpers übergehen und, je nach Uni, der Präparierkurs oder das Praktikum der Zahnmedizinischen Propädeutik mit Schwerpunkt Dentale Technologie dazukommt, das früher meist „TPK“ hieß. Die größte Hürde ist weniger ein einzelnes Fach als die Rechnung dahinter: Im vierten Semester stellst Du den Antrag auf den Ersten Abschnitt der Zahnärztlichen Prüfung (Z1), und bis dahin müssen Scheine, Erste-Hilfe-Nachweis und Pflegedienst stehen. Dieser Guide zeigt, was im dritten Semester typischerweise passiert, wo die Unis auseinanderliegen und wie Du die Zeit schon jetzt für die Prüfungsvorbereitung nutzt – ohne in Panik zu verfallen.

Das Wichtigste auf einen Blick

Bereich Was im 3. Semester typisch ist Spanne über die Unis
Schwerpunkte Praktikum und Vorlesung Biochemie und Molekularbiologie, Beginn der Physiologie, Mikroanatomie Biochemie mit Anteil im 3. Semester an 6 von 6 Plänen, Physiologie-Praktikum startet an 4 von 6
Praktische Kurse Dentale Technologie (LMU, Mainz), Präparierkurs (Marburg bei Start im Wintersemester), Präventive Zahnheilkunde (Münster) Dentale Technologie 1. bis 4. Semester, Präparierkurs 1. bis 4. Semester
Prüfungen Praktikumsscheine, Testate, Klausuren, mündlich-praktische Prüfungen, je nach Uni Form und Wiederholungsregeln legt jede Uni selbst fest
Gesetzliche To-dos Erste Hilfe, Pflegedienst, Anlage-1-Scheine sammeln, optional Wahlfach Z1-Antrag erst im 4. Semester, Frist 10. Januar oder 10. Juni
Anwesenheit 80 bis 90 Prozent in den Ordnungen, einzelne Praktika 100 Prozent je Uni verschieden
Belastung Praktikumslastig: z. B. in Mainz 5,5 SWS Biochemie-Praktikum und 4 SWS Dentale Technologie Hamburg als Modellstudiengang ganz anders aufgebaut

Was in diesem Semester ansteht

Biochemie und Molekularbiologie

Das Praktikum der Biochemie und Molekularbiologie ist eine der zehn Pflichtveranstaltungen nach Anlage 1 der Approbationsordnung (ZApprO), und das dritte Semester ist sein Schwerpunkt: In Mainz liegt das Praktikum mit 5,5 SWS komplett hier, begleitet von Vorlesungen, die sich zusammen mit der Physiologie über das 3. und 4. Semester verteilen. In Köln stehen Vorlesung und Praktikum im dritten Semester, in Rostock beginnt die Medizinische Biochemie I (Vorlesung 4 SWS, Praktikum 3,5 SWS) und endet im vierten Semester mit Teil II. Auch Münster (Praktikum 7 SWS über das 2. und 3. Semester), Marburg (Biochemie II mit Praktikum I) und die LMU (Biochemie II nach Teil I im zweiten Semester) haben hier ihren Anteil.

Wie so ein Praktikum aussieht, belegt die Marburger Modulliste am genauesten: 100 Prozent Anwesenheit, Versuchsprotokolle und ein schriftliches Einzeltestat zu jedem Versuchstag, gegebenenfalls ein Gesamttestat. Ob das an Deiner Uni genauso läuft, steht in Deinem Modulhandbuch. Gemeinsam ist den Plänen eher die Reihenfolge – Mainz und Münster lassen Dich erst ins Biochemie-Praktikum, wenn der Chemie-Schein vorliegt.

Physiologie

Das Praktikum der Physiologie beginnt im dritten Semester in Marburg (Physiologie II zu den Organsystemen, Vorlesung 4 SWS, Praktikum I mit 3,2 SWS), in Münster (Praktikum mit 7 SWS über das 3. und 4. Semester), in Rostock (Physiologie I mit 3,5 SWS Praktikum) und an der LMU, wo mit der Neurophysiologie (3 SWS Praktikum, 3 SWS Vorlesung) der erste Teil ansteht. Mainz und Köln legen das Praktikum ins vierte Semester, Mainz startet die Physiologie-Vorlesungen aber schon im dritten. Als Voraussetzung nennen Mainz und Münster den Physik-Schein, Mainz zusätzlich den Chemie-Schein. Wer Physik und Chemie noch nicht durch hat, sollte das also vor Semesterbeginn klären.

Auch hier ist Marburg das belegte Beispiel für die Form: Pro Versuch gibt es ein Eingangstestat (mindestens drei von fünf Fragen richtig), dazu Protokolle und am Ende eine Kombiklausur, bei 100 Prozent Anwesenheit.

Mikroanatomie und Präparierkurs

Die mikroskopische Anatomie (Histologie) liegt in Münster (Praktikum 4 SWS, Vorlesung 2 SWS) und Rostock (Mikroskopisch-anatomischer Kursus, 4 SWS) im dritten Semester, in Mainz je nach Plan im zweiten oder dritten, an der LMU und in Marburg im zweiten, in Köln im ersten.

Beim Präparierkurs schwankt die Lage noch stärker, nämlich zwischen dem 1. und 4. Semester. Im dritten Semester findest Du ihn in Marburg bei Start im Wintersemester (Vorlesung 3 SWS plus Kurs 4 SWS), in Mainz wahlweise im 2. oder 3. Semester und in Münster als zweiter Teil des Praktikums der makroskopischen Anatomie. Marburg nennt Rumpf, Situs sowie Kopf und Hals als Inhalte und schließt mit einem Prüfungsgespräch unmittelbar nach Kursende ab. Wie der Kurs abläuft, beschreibt Der Präparierkurs im Zahnmedizinstudium.

Zahnmedizinische Propädeutik: Dentale Technologie

Das Praktikum der Zahnmedizinischen Propädeutik mit Schwerpunkt Dentale Technologie ist der gesetzliche Nachfolger des früheren „TPK“. Der Begriff selbst steht nicht in der ZApprO. Im dritten Semester läuft das Praktikum an der LMU (3 SWS Praktikum, 2 SWS Vorlesung, dazu die Vorlesung Werkstoffkunde II) und in Mainz (4 SWS Praktikum, 2 SWS Vorlesung). In Münster beginnt im dritten Semester die Vorlesung, das Praktikum folgt im vierten, dafür steht dort schon das Praktikum Präventive Zahnheilkunde (3 SWS) im Plan. Marburg legt die Dentale Technologie ins erste, Rostock ins zweite Semester, Frankfurt je nach Startsemester ins erste oder vierte. Die Spanne reicht also vom 1. bis zum 4. Semester.

Du findest im Netz Beschreibungen, die den TPK fest im dritten Semester verorten. Für Studierende nach der neuen ZApprO stimmt das nur an einem Teil der Unis. Was Marburg im Praktikum verlangt, zeigt die Größenordnung: 16 bis 20 testierte praktische Arbeiten, eine Klausur und eine praktische Prüfung. Die Tiefe zu Inhalt und Ablauf liefert der Artikel TPK: Der Kurs der technischen Propädeutik, der Phantomkurs gehört dagegen erst nach bestandenem Z1 ins Studium (siehe Phantomkurs).

Wahlfach vor Z1

Ein Wahlfach vor dem Ersten Abschnitt ist nach § 10 ZApprO freiwillig; wer eines belegt, bekommt eine Note, die ins Z1-Zeugnis aufgenommen wird. Rostock macht es in seiner Studienordnung zur Pflicht. Im Plan steht es je nach Uni zwischen dem 2. und 4. Semester: LMU (Wahlunterricht I im 3. oder 4. Semester, 1 SWS), Rostock (3. Semester, 1 SWS Vorlesung), Mainz (2. oder 3., 2 SWS), Marburg (2. bis 4.).

Vom Praktikum zur Prüfung: die vier Z1-Teile

Das Z1 prüft nach § 32 ZApprO vier Teile mündlich. Dein drittes Semester liefert, je nach Uni, für alle vier Teile Stoff, den Du später wieder abrufen musst:

Z1-Prüfungsteil Dazu tragen im 3. Semester bei Weitere Kurse (Spanne)
Biochemie und Molekularbiologie, Chemie Biochemie-Praktikum und -Vorlesung Chemie, meist 1. Semester
Mikroskopische und makroskopische Anatomie, Biologie Mikroanatomie, je nach Uni Präparierkurs Biologie 1. bis 2., Präparierkurs 1. bis 4. Semester
Physiologie, Physik Beginn der Physiologie Physik 1. bis 3., Physiologie 3. bis 4. Semester
Zahnmedizinische Propädeutik je nach Uni Dentale Technologie oder Präventive Zahnheilkunde 1. bis 4. Semester

Zugelassen wirst Du erst im vierten Semester – trotzdem lohnt es sich, jetzt mit einem Raster zu arbeiten: Welcher Prüfungsteil ist durch Kurse schon abgedeckt, welcher noch offen? Das Prüfungsziel nach § 32 Abs. 2 ZApprO ist, Grundsätze zu beherrschen und ihre Bedeutung für klinisch-zahnmedizinische Zusammenhänge zu erfassen. Reines Versuchsprotokoll-Wissen reicht dafür nicht – gefragt ist das Warum dahinter. Wie die Prüfung abläuft, steht im Artikel zum Z1 (Physikum), Methoden für den Lernalltag in Lernstrategien im Zahnmedizinstudium.

So unterscheiden sich die Unis

Uni Was im 3. Semester (Start im Wintersemester) steht
LMU München Dentale Technologie, Biochemie II, Neurophysiologie, Werkstoffkunde II, Wahlunterricht möglich
Köln Physik (Vorlesung, Demonstrationspraktikum), Biochemie (Vorlesung, Praktikum)
Mainz Biochemie-Praktikum, Dentale Technologie, Physiologie- und Biochemie-Vorlesungen; Anatomie und Wahlfach je nach Plan
Marburg Physiologie II mit Praktikum I, Biochemie II mit Praktikum I, Präparierkurs
Münster Mikroanatomie, Physiologie (Beginn), Biochemie, Präparierkurs (Teil), Präventive Zahnheilkunde, Vorlesung Dentale Technologie
Rostock Mikroskopisch-anatomischer Kursus, Physiologie I, Medizinische Biochemie I, Wahlfach

Die Tabelle zeigt, dass es keinen einheitlichen „Standard-Stundenplan“ gibt. Gerade Präparierkurs und Dentale Technologie wandern zwischen dem 1. und 4. Semester, Physik zwischen dem 1. und 3. Beachte außerdem das Startsemester: Viele Unis nehmen im Winter- und im Sommersemester auf, belegt sind zwei Verlaufspläne zum Beispiel in Marburg und Frankfurt. Wer in Marburg im Sommersemester beginnt, hat im dritten Semester Neuroanatomie, Physiologie III mit Praktikum II sowie Biochemie III mit Praktikum II, den Präparierkurs dagegen erst im vierten. Auch der Takt der Fristen hängt vom Startsemester ab: Bei Start im Wintersemester ist das dritte ein Wintersemester (Vorlesungszeit etwa Oktober bis Februar) und das vierte ein Sommersemester, die Antragsfrist für Z1 ist der 10. Juni. Bei Start im Sommersemester ist es umgekehrt, dann gilt der 10. Januar.

Hamburg ist die Ausnahme: Der Modellstudiengang iMED DENT nimmt nur zum Wintersemester auf und kennt keine Fächerpraktika nach Anlage 1, sondern integrierte Module. Im dritten Semester stehen dort die Module C1 und D1 an: Kariesdiagnostik, restaurative Kariestherapie praktisch, Anamnese, Befund und Planung festsitzender Einzelzahnrestaurationen sowie Neuroanatomie. Voraussetzung ist die Fortschrittsprüfung manuell-zahnärztlicher Fertigkeiten nach dem 2. Semester. Statt Z1 gibt es am Ende des 4. Semesters eine hochschulinterne Äquivalenzprüfung. Mehr zum Aufbau über alle Semester findest Du im Hub Aufbau des Zahnmedizinstudiums.

Prüfungen und Leistungsnachweise

Gesetzlich gilt: An den Anlage-1-Veranstaltungen musst Du „regelmäßig und erfolgreich“ teilnehmen, und die Uni legt per Studienordnung fest, was das heißt (§ 4 ZApprO). Den Nachweis bekommst Du als Schein oder Bescheinigung (§ 12). Die konkreten Formen unterscheiden sich:

  • Marburg (am genauesten belegt): Eingangstestate in der Physiologie, Einzeltestate in der Biochemie, Kolloquien in der Chemie, Klausuren, im Präparierkurs ein Prüfungsgespräch nach Kursende, in der Dentalen Technologie testierte Arbeiten plus praktische Prüfung.
  • Mainz: Erfolgskontrollen schriftlich, mündlich, mündlich-praktisch oder als E-Klausur, je nach Veranstaltung.
  • Hamburg: Modulabschlussklausuren und mündlich-praktische Prüfungen, im 3. Semester in Zahnerhaltungskunde und Zahnersatzkunde.

Dass es „überall Testate“ gibt, lässt sich aus den Ordnungen nicht ableiten, wörtlich belegt ist es nur in Marburg.

Bei der Anwesenheit nennen die Ordnungen: Mainz in der Regel mindestens 90 Prozent, Marburg mindestens 84 Prozent (in den genannten Praktika 100 Prozent), Frankfurt in der Regel 80 Prozent, Münster höchstens 15 Prozent Fehlzeit, Rostock höchstens 10 Prozent unentschuldigt. An der LMU legt die Kursordnung die Anforderungen fest, und bei Krankheit zählt nur ein ärztliches Attest, eine AU-Bescheinigung genügt nicht.

Wiederholungsregeln gibt es keine bundeseinheitlichen. Belegt sind: In Mainz ist die Scheinprüfung zweimal wiederholbar, nach dem dritten Nichtbestehen verlierst Du den Prüfungsanspruch für die Veranstaltung. In Münster sind Lehrveranstaltungen höchstens zweimal wiederholbar, eine Wiederholung im selben Semester ist in der Regel nicht möglich. In Marburg gelten Prüfungsleistungen als dreimal wiederholbar. Lies Deine eigene Studienordnung, bevor Du Dich auf einen Zweitversuch verlässt.

Material, Kosten und Organisation

Die Semesterbeiträge an staatlichen Unis liegen laut Uniprofilen im Portal zwischen 82 Euro (FAU Erlangen, Wintersemester 2026/27) und 484,18 Euro (Göttingen, Wintersemester 2026/27) pro Semester, Studiengebühren fallen dort nicht an. Einen Überblick über alle Posten gibt Was kostet das Zahnmedizinstudium?.

Teuer wird das dritte Semester vor allem dort, wo die Dentale Technologie liegt. Als Erfahrungswert aus den Portal-Artikeln, nach Angaben von Fachschafts-Portalen und nicht durch eine Uni belegt, gelten rund 2.000 Euro für die komplette Grundausstattung. Die einzige gefundene offizielle Materialliste, die der Uni Frankfurt für die Propädeutik, nennt 59 Positionen ohne Preise: darunter Artikulator, ein Multifunktionswerkzeug von Proxxon, Modellierinstrumente, Gips- und Wachsutensilien und als fakultative Option eine Lupenbrille 2,5-fach. Winkelstück und Technikermaschine stehen dort nicht auf der Liste. Kauf deshalb erst nach der Liste Deiner eigenen Uni – und nicht nach dem Stand eines anderen Standorts. Was Studierende üblicherweise anschaffen, beschreibt Die Instrumentenkiste im Zahnmedizinstudium.

Organisatorisch zählt, dass vorlesungsfreie Zeit nicht automatisch frei ist. Pflegedienst und später Famulatur liegen dort, und manche Praktika ebenfalls (Beispiele aus den Plänen: Köln, Rostock). Wer nebenher arbeiten oder Förderung beantragen will, findet Anhaltspunkte in Nebenjobs im Zahnmedizinstudium und BAföG im Zahnmedizinstudium.

Gesetzliche To-dos in diesem Semester

  • Erste Hilfe (§ 13 ZApprO): Die Ausbildung muss vor dem Z1-Antrag abgeleistet sein und beim Antrag nachgewiesen werden. Der Nachweis darf bei Antragstellung nicht älter als drei Jahre sein (§ 20 Abs. 1 Satz 2). Ein Kurs aus der Führerscheinzeit reicht deshalb unter Umständen nicht. Köln bietet sie im ersten Semester an, in Hamburg kann sie in der Orientierungseinheit erfolgen.
  • Pflegedienst (§ 14 ZApprO): ein Monat in einem Krankenhaus oder einer Reha-Einrichtung mit vergleichbarem Pflegeaufwand, abzuleisten vor Studienbeginn oder in unterrichtsfreien Zeiten, jedenfalls vor dem Z1-Antrag. Nachweis ist das Zeugnis nach Anlage 10. Er entfällt zum Beispiel bei abgeschlossener Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege, als Rettungsassistent oder Notfallsanitäter. Angerechnet werden unter anderem pflegerische Tätigkeiten im Bundesfreiwilligendienst oder freiwilligen sozialen Jahr. Kein ausgewerteter Studienplan legt ihn auf ein bestimmtes Semester.
  • Z1-Antrag (§§ 19, 20 ZApprO): frühestens im vierten Fachsemester, Eingang bis 10. Januar oder 10. Juni. Beizulegen sind Identitäts- und Hochschulzugangsnachweis, Studienbuch, die Bescheinigungen über die Anlage-1-Veranstaltungen, der Erste-Hilfe-Nachweis und das Pflegedienst-Zeugnis. Studienbuch und Scheine dürfen in einer von der Stelle gesetzten Frist nachgereicht werden. Zuständig ist je Bundesland eine andere Stelle.
  • Scheine (Anlage 1): zehn Pflichtveranstaltungen, davon Nr. 1 bis 8 mit zusammen mindestens 504 Stunden und die beiden Propädeutik-Praktika mit mindestens 84 Stunden.
  • Wahlfach: freiwillig (§ 10), in Rostock Pflicht.

Als Rechenbeispiel für das Wintersemester: Das dritte Semester endet etwa im Februar, danach folgt die Pause bis zum Sommersemester (Vorlesungszeit etwa April bis Juli). Wer den Pflegedienst bis zum Antrag am 10. Juni noch nicht hat, findet rechnerisch danach kaum noch unterrichtsfreie Zeit. Plane ihn deshalb spätestens jetzt ein.

Typische Stolpersteine und Tipps

Die Scheinkette beachten. Fehlt der Chemie- oder Physik-Schein, kann das das Biochemie- und Physiologie-Praktikum bremsen (belegt für Mainz und Münster). Prüfe deshalb schon vor dem dritten Semester, ob Dir noch etwas fehlt.

Fehlzeiten sind teuer. Wo ein Praktikum 100 Prozent Anwesenheit verlangt (Marburg), ist kein Fehltermin vorgesehen. Kläre bei Krankheit sofort, welche Nachweise Deine Uni akzeptiert.

Nicht vom Standort eines anderen Erfahrungsberichts ausgehen. Wann Präparierkurs, Dentale Technologie oder Physik liegen, schwankt zwischen den Unis um bis zu drei Semester. Das aktuelle Modulhandbuch Deiner Uni ist verbindlich.

Z1 früh in Teile zerlegen. Das Z1 hat vier Prüfungsteile, die einzeln bestanden werden müssen. Eine gute Note in einem gleicht eine schwache im anderen nicht aus (§ 37 ZApprO). Wer schon im dritten Semester festhält, welche Teile durch Kurse und Scheine abgedeckt sind und wo noch Lücken sind, spart sich später Panik.

Praktikumswissen mit Klinikbezug lernen. Das Z1 fragt Grundlagen und ihre Bedeutung für klinisch-zahnmedizinische Zusammenhänge. Stell Dir bei jedem Versuch die Frage, wo das in der Zahnmedizin eine Rolle spielt.

Pflegedienst und Erste Hilfe nicht erst kurz vor der Frist. Beides sind Antragsunterlagen. Fehlen sie, kann der Antrag nach § 21 ZApprO versagt werden.

Wie es weitergeht

Das vierte Semester bringt bei den ausgewerteten Plänen das Physiologie-Praktikum (an allen sechs Plänen mit Anteil im 4. Semester), weitere Biochemie-Anteile in Marburg und Rostock, den Z1-Antrag und danach das Z1 in der vorlesungsfreien Zeit. Den Guide dazu findest Du unter 4. Semester Zahnmedizin. Wer zurückblicken möchte, liest den Guide zum 2. Semester Zahnmedizin. Nach bestandenem Z1 folgen im fünften und sechsten Semester die Phantomkurse und, in den unterrichtsfreien Zeiten, die Famulatur. Einen Gesamtüberblick über die ersten vier Semester gibt Die Vorklinik im Zahnmedizinstudium, den roten Faden über das gesamte Studium der Hub Aufbau des Zahnmedizinstudiums.

Quellen

Redaktion
Über die Redaktion

Redaktion

Die Redaktion von zahnmedizinstudium.eu recherchiert und verfasst alle Ratgeber-Artikel und Universitätsprofile auf dieser Seite – unabhängig und mit besonderem Blick auf Zulassung, Studieninhalte und Karrierewege in der Zahnmedizin.

Alle Artikel der Redaktion →