Angestellte Zahnärztinnen und Zahnärzte verdienen laut Dentaler Gehaltsstudie 2025 im Median 7.140 Euro brutto im Monat in Süddeutschland, 7.045 Euro im Osten, 7.200 Euro in ländlichen Regionen und 6.683 Euro in Städten und Metropolregionen. Werte je Bundesland veröffentlicht die Studie in den frei zugänglichen Auszügen nicht, ebenso wenig für Norden und Westen. Ein Ost-West-Vergleich ist deshalb nicht möglich.
Die Regionalwerte im Überblick
| Gruppe | Median brutto pro Monat | Abstand |
|---|---|---|
| Ländliche Regionen | 7.200 € | +517 € gegenüber Städten |
| Süddeutschland | 7.140 € | +95 € gegenüber dem Osten |
| Osten | 7.045 € | Bezugswert für Süddeutschland |
| Städte und Metropolregionen | 6.683 € | Bezugswert für ländliche Regionen |
Süd/Ost und Land/Stadt sind zwei getrennte Auswertungen; aus der Tabelle lässt sich keine gemeinsame Rangfolge ableiten. Die Werte stammen aus einer Befragung mit knapp 3.000 Teilnehmenden, darunter mehr als 1.000 Zahnärztinnen und Zahnärzte. Herausgeber sind vier Unternehmen der Dentalbranche, darunter ein Personalvermittler. Wie viele Befragte auf eine einzelne Region entfallen, nennen die frei zugänglichen Auszüge nicht.
Stadt und Land
Der Stadt-Land-Abstand von 517 Euro im Monat summiert sich auf gut 6.200 Euro im Jahr – für Angestellte. Als Grund nennen die Herausgeber höhere Umsatzbeteiligungen auf dem Land. Wie eine Beteiligung rechnet und worauf es im Vertrag ankommt, steht in Gehalt als angestellter Zahnarzt; Praxis und Alltag auf dem Land beschreibt Landzahnarzt: Chance oder Sackgasse?. In der Praxis wird das Gehalt frei verhandelt, im öffentlichen Dienst und an Unikliniken gelten dagegen Tarifverträge (Gehalt im öffentlichen Dienst).
Was bleibt nach der Miete?
Die Gehaltsunterschiede zwischen den Regionen sind kleiner als die Mietunterschiede. Der Zensus 2022 weist für Bayern eine durchschnittliche Nettokaltmiete von 8,74 Euro je Quadratmeter aus, für Sachsen 5,72 Euro (Bestandsmieten, Stand 15. Mai 2022). Bei einer Wohnung mit 80 Quadratmetern sind das rund 699 gegenüber 458 Euro, also etwa 240 Euro Unterschied im Monat. Der Vorsprung des Südens im Gehalt beträgt 95 Euro brutto – weniger als die Hälfte davon. Zugrunde liegt die Annahme, dass Bayern für den Süden und Sachsen für den Osten steht und die Wohnung gleich groß ist; Der Zensus erfasst Bestandsmieten, keine Angebotsmieten.
Förderung für die Niederlassung auf dem Land
Wer sich auf dem Land niederlässt, kann Zuschüsse erhalten. Die KZV Brandenburg fördert aus ihrem Strukturfonds Neugründung oder Übernahme einer Praxis mit bis zu 50.000 Euro, in besonders förderfähigen Gebieten mit bis zu 100.000 Euro. Das gilt für eine Vollzulassung in den Fördergebieten ab 1. Januar 2026; die Bindung beträgt bis zu fünf Jahre. Thüringen zahlt bis zu 40.000 Euro in Gemeinden unter 15.000 Einwohnern. In Gemeinden von 15.000 bis unter 30.000 Einwohnern sind es bis zu 30.000 Euro, von 30.000 bis 45.000 Einwohnern bis zu 20.000 Euro. Die Bindung beträgt 60 Monate. Zur Quote für Landzahnärzte siehe Landzahnarztquote.
Praxisinhaber: Ost und West
Beim Praxisinhaber zeigt sich ein klarer Ost-West-Unterschied. Der Einnahmen-Überschuss je Inhaber betrug 2023 laut KZBV-Jahrbuch 222.900 Euro in den alten und 178.800 Euro in den neuen Bundesländern (Mittelwerte). Der Umsatz liegt im Osten bei 549.400 gegenüber 708.900 Euro, die Kosten bei 370.600 gegenüber 486.000 Euro. Methodik und Einordnung stehen in Umsatz, Kosten, Reinertrag, das Einkommen nach Praxisform in Zahnarzt mit eigener Praxis: Einkommen und Netto. Alle Stufen der Gehaltsentwicklung fasst Was verdient ein Zahnarzt? zusammen.
Quellen
- IWW Institut: Gehaltsstudie, Gehälter in deutschen Zahnarztpraxen (ZP 03/2026, 24.04.2026): Dentale Gehaltsstudie 2025, Median ländlich 7.200 Euro gegenüber 6.683 Euro in Städten und Metropolregionen, Süden 7.140 Euro und Osten 7.045 Euro
- ZWP online: Dentale Gehaltsstudie 2025 (28.08.2025): höhere Umsatzbeteiligung auf dem Land als Grund; Beitrag des Anbieters, Studie von Deutscher Zahnarzt Service, solvi, Wilde & Partner und Team Lieblings-Zahnarzt
- Deutscher Zahnarzt Service: Dentale Gehaltsstudie 2025: Beschreibung der Studie mit knapp 3.000 Teilnehmenden, darunter mehr als 1.000 Zahnärztinnen und Zahnärzte; Angaben eines Personalvermittlers
- KZBV: Statistisches Jahrbuch 2025, Kostenstruktur und Einkommensverteilung (Tab. 5.15): Umsatz, Kosten und Einnahmen-Überschuss je Inhaber 2023 in alten und neuen Bundesländern
- Statistisches Bundesamt: Zensus 2022, Nettokaltmiete (Pressemitteilung vom 25.06.2024): Nettokaltmiete 15.05.2022 bundesweit 7,28 Euro je Quadratmeter, Sachsen-Anhalt 5,38, Thüringen 5,65, Sachsen 5,72, Bayern 8,74, Hamburg 9,16 Euro
- KZVLB: Strukturfonds, Fördermöglichkeiten: Förderung bis 50.000 Euro und 100.000 Euro für Praxisneugründung und Übernahme in Fördergebieten ab 01.01.2026, Bindungsfrist bis zu fünf Jahre
- Förderdatenbank des Bundes: Niederlassung von Zahnärztinnen und Zahnärzten im ländlichen Raum (Thüringen): Zuschüsse bis 40.000, 30.000 und 20.000 Euro nach Gemeindegröße, 60 Monate Bindung

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