Angestellte Zahnärztinnen und Zahnärzte verdienen im Median 6.944 Euro brutto im Monat, bei 40 Wochenstunden und einschließlich Sonderzahlungen (Dentale Gehaltsstudie 2025). Die mittleren 50 Prozent liegen zwischen 5.714 Euro (unteres Quartil) und 9.070 Euro (oberes Quartil). Die Tabelle zeigt die Mediane nach Erfahrung und, in einer eigenen Stichprobe mit anderen Arbeitszeiten, die Jahresdurchschnitte der apoBank-Umfrage, durch zwölf geteilt.
| Modell | Brutto pro Monat | Quelle |
|---|---|---|
| Angestellt, alle Erfahrungsstufen (Median) | 6.944 € | Dentale Gehaltsstudie 2025 |
| Direkt nach der Assistenzzeit (Median) | 5.901 € | Dentale Gehaltsstudie 2025 |
| 2 bis 6 Jahre Berufserfahrung (Median) | 6.842 € | Dentale Gehaltsstudie 2025 |
| Mehr als 10 Jahre Berufserfahrung (Median) | ca. 7.650 € | Dentale Gehaltsstudie 2025 |
| Festgehalt ohne Umsatzbeteiligung (Durchschnitt, Vollzeit) | 5.400 € (64.800 € im Jahr, durch 12 geteilt) | apoBank-Gehaltsstudie 2025 |
| Mit Umsatzbeteiligung (Durchschnitt, Vollzeit) | 7.608 € (91.300 € im Jahr, durch 12 geteilt) | apoBank-Gehaltsstudie 2025 |
Median und Erfahrungsstufen
Die Dentale Gehaltsstudie 2025 wird von vier Unternehmen der Dentalbranche herausgegeben, darunter dem Personalvermittler Deutscher Zahnarzt Service. Knapp 3.000 Personen nahmen teil, nach Angaben des IWW rund 1.012 davon als angestellte Zahnärzte oder Assistenzzahnärzte. Die Werte gelten für Einzelpraxis, Berufsausübungsgemeinschaft und Z-MVZ zusammen. Der Sprung von der Vorbereitungsassistenz (3.750 Euro) in die Anstellung bringt im Median gut 2.100 Euro brutto im Monat mehr; die Übersicht über alle Stationen bis zur Praxis steht in Was verdient ein Zahnarzt?.
Wer in Teilzeit arbeitet, kann den Median nicht unverändert übernehmen. Bei 30 statt 40 Wochenstunden entsprechen 6.944 Euro rechnerisch 5.208 Euro (angenommen, das Gehalt wächst proportional zu den Stunden; in der Praxis entscheidet der Vertrag).
Festgehalt oder Umsatzbeteiligung
In der Zahnarztpraxis ist die Umsatzbeteiligung weit verbreitet. Laut Dentaler Gehaltsstudie 2025 erhalten 62 Prozent der Angestellten nach der Vorbereitungszeit ein Fixum plus Beteiligung; sie macht im Median rund 32 Prozent des Gesamtgehalts aus. Die apoBank-Umfrage (324 Befragte insgesamt, Befragung im DocCheck-Panel, Januar bis Juni 2025, nicht repräsentativ) kommt bei den 223 Vollzeit-Befragten auf 65 Prozent, im MVZ auf 87 Prozent. Im Vollzeit-Durchschnitt sind es mit Beteiligung 91.300 Euro im Jahr (n = 145), ohne 64.800 Euro (n = 78); das sind rund 40 Prozent mehr. Das Grundgehalt der Gruppe mit Beteiligung liegt im Schnitt bei 52.000 Euro im Jahr, die Beteiligung bringt den Rest. Verträge, Schwellen und Rechenbeispiele erklärt Umsatzbeteiligung angestellter Zahnarzt.
Die Beteiligung liegt nach Angaben des Deutschen Zahnarzt Service (Mitherausgeber der Studie) häufig zwischen 15 und 30 Prozent und beginnt ab einer Umsatzschwelle. Wie das rechnet, zeigt ein Beispiel mit angenommenen Werten, nämlich 4.500 Euro Fixum und 25 Prozent Beteiligung auf das Honorar oberhalb von 14.000 Euro im Monat.
| Selbst erwirtschaftetes Honorar pro Monat | Beteiligung | Gesamtgehalt brutto |
|---|---|---|
| 14.000 € | 0 € | 4.500 € |
| 20.000 € | 1.500 € | 6.000 € |
| 30.000 € | 4.000 € | 8.500 € |
Ein reines Festgehalt von 6.000 Euro wäre bei 20.000 Euro Monatsumsatz gleichauf, darunter besser und darüber schlechter. Bei schwacher Auslastung bleibt es beim Fixum. Welche Leistungen als Umsatz zählen, wie Neupatienten und lukrative Eingriffe verteilt werden und ob die Beteiligung monatlich, quartalsweise oder jährlich abgerechnet wird, regelt der Vertrag. Ob und wie die Beteiligung in Urlaubs- und Krankheitszeiten einfließt, ebenfalls.
Praxisform
Die Dentale Gehaltsstudie weist den Median nur für alle Angestellten aus, gleich ob Einzelpraxis, Berufsausübungsgemeinschaft oder Z-MVZ. Die apoBank-Umfrage trennt Praxis und MVZ. Vollzeit-Angestellte in Praxen erreichten dort 76.900 Euro im Jahr bei 38 Wochenstunden, im MVZ 102.500 Euro bei 41,2 Wochenstunden (n = 178 und n = 45). Einzelheiten und Vertragsfragen stehen in Gehalt im Z-MVZ und Arbeiten im Z-MVZ.
Regionale Unterschiede
Laut Dentaler Gehaltsstudie 2025 liegt der Median in Süddeutschland bei 7.140 Euro und im Osten bei 7.045 Euro. Davon getrennt ausgewiesen ist der Siedlungstyp: In ländlichen Regionen sind es 7.200 Euro, in Städten und Metropolregionen 6.683 Euro, also 517 Euro weniger. Süd/Ost und Land/Stadt sind zwei verschiedene Gruppierungen; eine gemeinsame Rangfolge lässt sich daraus nicht ableiten. Als Grund für den Vorsprung auf dem Land nennen die Herausgeber höhere Umsatzbeteiligungen. Weitere Regionalzahlen und Reallohn-Beispiele: Zahnarzt-Gehalt nach Region.
Fachrichtung
Kieferorthopäden und Oralchirurgen weist der Deutsche Zahnarzt Service gesondert aus. Ihre Mediane liegen über dem aller Angestellten; die Zahlen stehen in Gehalt als Kieferorthopäde und Gehalt als Oralchirurg. Der Destatis-Reinertrag je Praxis ist dafür keine Grundlage: Er beschreibt Praxen, nicht angestellte Behandler.
Master und Curriculum
Ein Masterabschluss geht in der Dentalen Gehaltsstudie 2025 mit 610 Euro mehr Gehalt im Monat einher, ein Curriculum mit 503 Euro. Das ist ein Zusammenhang, keine nachgewiesene Wirkung: Die Studie führt ihn auch darauf zurück, dass solche Zahnärzte mehr Umsatz erzielen und damit mehr Beteiligung erhalten. Rechnet man mit 610 Euro, sind das 7.320 Euro brutto im Jahr. Ein Master kostet je nach Programm etwa 26.500 bis 34.000 Euro (Stand Oktober 2026, Vergleich in Masterstudiengänge für Zahnärzte). Selbst wenn der Aufschlag ganz auf den Master zurückgeht, dauert es vor Steuern rund 3,6 bis 4,6 Jahre, bis sich die Gebühren amortisiert haben; nach Steuern länger.
Gehaltsgespräch: sechs Punkte
In der Praxis wird das Gehalt frei verhandelt; die Quartile von 5.714 und 9.070 Euro zeigen, wie weit die Ergebnisse auseinanderliegen. Diese Punkte gehören vor der Unterschrift geklärt (weitere Vertragsfragen in der Checkliste Arbeitsvertrag):
- Fixum und Wochenstunden, auf die es sich bezieht.
- Beteiligung mit Prozentsatz, Umsatzschwelle und Abrechnungszeitraum.
- Bemessungsgrundlage – welche Leistungen zählen zum Umsatz, und wie werden Neupatienten und größere Eingriffe verteilt?
- Urlaub, Krankheit und Mutterschutz – fließt die Beteiligung ein?
- Fortbildungsbudget und Freistellung.
- Wettbewerbsverbot und Kündigungsfrist.
Angestellt bleiben oder niederlassen?
Das Bruttogehalt eines Angestellten und der Gewinn eines Inhabers sind verschiedene Größen. Der Einnahmen-Überschuss je Inhaber lag 2023 im Mittel bei 214.700 Euro (Median 180.300 Euro, KZBV) und enthält noch keine Steuern und keine Vorsorge. Wie sich das zusammensetzt, erklärt Umsatz, Kosten, Reinertrag, die Einkommen nach Praxisform stehen in Zahnarzt mit eigener Praxis: Einkommen und Netto. Die Abwägung selbst behandelt Angestellt oder selbstständig?.
Quellen
- Deutscher Zahnarzt Service: Dentale Gehaltsstudie 2025: Herausgeber (vier Unternehmen der Dentalbranche, darunter ein Personalvermittler), knapp 3.000 Teilnehmende, mehr als 1.000 Zahnärztinnen und Zahnärzte
- IWW ZP Zahnarztpraxis professionell: Gehälter in deutschen Zahnarztpraxen (ZP 03/2026, 24.04.2026): Fachbeitrag zur Dentalen Gehaltsstudie 2025, Mediane 5.901, 6.842 und ca. 7.650 Euro nach Berufserfahrung, 40 Wochenstunden, 1.012 Angestellte und Assistenten, Region und Stadt-Land, Aufschläge 610 Euro (Master) und 503 Euro (Curriculum)
- ZWP online: Dentale Gehaltsstudie 2025 (28.08.2025): Median 6.944 Euro brutto pro Monat bei 40 Wochenstunden, höhere Umsatzbeteiligung auf dem Land; Beitrag des Anbieters, nicht der Redaktion von ZWP
- Deutscher Zahnarzt Service: Gehalt als angestellter Zahnarzt: Quartile 5.714 und 9.070 Euro, 62 Prozent mit Umsatzbeteiligung (im Median rund 32 Prozent des Gesamtgehalts), Beteiligung häufig 15 bis 30 Prozent ab Schwelle; Beitrag eines Mitherausgebers (Personalvermittler)
- apoBank: Gehaltsstudie 2025, Angestellt in der ambulanten Zahnmedizin: Jahresgehälter 64.800 Euro ohne und 91.300 Euro mit Umsatzbeteiligung, 65 Prozent mit Beteiligung (MVZ 87 Prozent), Praxis 76.900 und MVZ 102.500 Euro; Basis der Vollzeit-Mittelwerte n = 78 (Festgehalt) und n = 145 (mit Beteiligung), der Anteile n = 223, Gesamtstichprobe n = 324, Befragung im DocCheck-Panel
- apoBank: Pressemitteilung vom 29.10.2025, Umsatzbeteiligung steigert Zahnarzt-Gehälter um bis zu 40 Prozent: Grundgehalt mit Beteiligung 52.000 Euro im Jahr, Methodik (324 Befragte, keine Repräsentativität)
- KZBV: Statistisches Jahrbuch 2025, Kostenstruktur und Einkommensverteilung: Einnahmen-Überschuss je Inhaber 2023 im Mittel 214.700 Euro, Median 180.300 Euro

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