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Gehalt als Kieferorthopäde: Angestellt und Inhaber

RedaktionVon Redaktion3 Min. Lesezeit
Schriftbild: Was verdient man als Kieferorthopäde – Gehalt in der Zahnmedizin

Angestellte Kieferorthopäden verdienen im Median 10.128 Euro brutto im Monat; die mittlere Hälfte liegt zwischen 8.240 und 12.125 Euro. Das sind die Fachrichtungswerte der Dentalen Gehaltsstudie 2025, veröffentlicht vom Mitherausgeber Deutscher Zahnarzt Service (Angestellte in Vollzeit, 40 Wochenstunden). Der Median aller angestellten Zahnärzte liegt bei 6.944 Euro. Für Inhaber einer KFO-Praxis gibt es keine Zahl, die nur ihr Fach betrifft.

Gehalt nach Karrierestufe

Stufe Brutto im Monat (Median) Mittlere Hälfte Gilt für
Weiterbildungsassistenz 4.333 Euro 3.103 bis 5.726 Euro alle Fachrichtungen
Angestellter Kieferorthopäde 10.128 Euro 8.240 bis 12.125 Euro Fachzahnärzte für KFO
Zum Vergleich: angestellter Zahnarzt 6.944 Euro 5.714 bis 9.070 Euro alle angestellten Zahnärzte
Inhaber einer KFO-Praxis keine eigene Zahl keine Angabe siehe unten

Stand: Dentale Gehaltsstudie 2025, Abruf Oktober 2026. Der Deutsche Zahnarzt Service ist ein Personalvermittler; die Fachrichtungswerte sind eine Branchenauswertung und keine amtliche Statistik. Sie beschreiben Gehälter von Angestellten und lassen sich nicht mit dem Reinertrag einer Praxis vergleichen. Zur Einordnung der Weiterbildungszeit: Vorbereitungsassistenten verdienen laut derselben Studie 3.750 Euro (Assistenzzahnarzt-Gehalt).

Was das Einkommen beeinflusst

Als Einflussfaktoren nennt der Deutsche Zahnarzt Service das Leistungsspektrum, die Patientenstruktur und den Standort. Privatleistungen wie Aligner, Retainer und ästhetische Korrekturen erhöhen den Praxisumsatz, und der Anteil erwachsener Patienten wächst – für Angestellte zählt aber vor allem, wie viel davon über eine Umsatzbeteiligung bei ihnen ankommt. Das regelt der Vertrag. Modelle und Rechenbeispiele stehen in Gehalt als angestellter Zahnarzt.

Eigene Praxis: Investition und Ertrag

Das Statistische Bundesamt nennt für Kieferorthopädie, Oralchirurgie und sonstige Fachgebiete zusammen einen Reinertrag von 477.000 Euro je Praxis (2024). Das ist ein Gruppenwert je Praxis, kein Wert je Fachrichtung, und Reinertrag ist nicht das Einkommen des Inhabers; die Rechnung dahinter steht in Umsatz, Kosten, Reinertrag. Konkreter ist die Investition. Das Institut der Deutschen Zahnärzte hat zusammen mit der apoBank die Finanzierungen von Existenzgründungen 2024 ausgewertet:

Form der Gründung Fälle Investition 2024 Investition 2023
Neugründung einer KFO-Praxis 15 917.000 Euro 649.000 Euro
Übernahme oder Einstieg 33 543.000 Euro 617.000 Euro

Eine Neugründung war 2024 also rund 70 Prozent teurer als eine Übernahme. Bei einer Übernahme entfielen im Mittel 347.000 Euro auf den Kaufpreis. Über alle Gründungsformen lag das Volumen bei KFO-Praxen etwa 45 Prozent über dem allgemeinzahnärztlicher Praxen. Die Fallzahlen sind klein und stammen aus Bankfinanzierungen – ein Hinweis auf die Größenordnung, kein Durchschnitt aller Praxen. Zur Abwägung zwischen Anstellung und Niederlassung hilft Angestellt oder selbstständig?, zu Ablauf und Finanzierung Eigene Praxis gründen. Wie sich das Einkommen zwischen Anstellung, Praxispartnerschaft und eigener Praxis im Detail staffelt, schlüsselt der Gehaltsvergleich auf kieferorthopäde-werden.de weiter auf.

Der Weg zum Fachzahnarzt

Die Weiterbildung dauert mindestens drei fachspezifische Jahre, in den meisten Kammern kommt ein allgemeinzahnärztliches Jahr dazu. Zum 31.12.2024 waren 3.825 Fachzahnärzte für Kieferorthopädie tätig (BZÄK). Kammerregeln und Bewerbung stehen in Weiterbildung Kieferorthopädie, den Vergleich aller Fachrichtungen bietet der Überblick der Fachzahnarzt-Weiterbildungen. Was die Arbeit ausmacht, beschreibt Was macht ein Kieferorthopäde?. Die Fachrichtungen im Vergleich: Oralchirurgen liegen laut derselben Studie bei 9.306 Euro, MKG-Chirurgen verdienen nach Ärztetarif.

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