Gehalt

Gehalt als Assistenzzahnarzt (Vorbereitungsassistent)

RedaktionVon Redaktion5 Min. Lesezeit
Schriftbild: Was verdient man als Assistenzzahnarzt – Gehalt in der Zahnmedizin

Vorbereitungsassistenten verdienen im Median 3.750 Euro brutto im Monat bei 40 Wochenstunden, im ersten Jahr 3.500 Euro, im zweiten 3.985 Euro. Netto bleiben bei Steuerklasse I ohne Kinder rund 2.360 Euro (Rechnung unten, mit Annahmen). Die Zahlen stammen aus der Dentalen Gehaltsstudie 2025; Stand Oktober 2026 nennen die Seiten des Herausgebers nur die Ausgabe 2025. Die Assistenzzeit ist die Pflichtzeit vor der Eintragung ins Zahnarztregister, die Regeln dazu stehen in Die Assistenzzeit.

Median, Spanne und Verlauf

Phase Median brutto pro Monat Hinweis
Vorbereitungsassistent, 1. Jahr 3.500 € IWW
Vorbereitungsassistent, 2. Jahr 3.985 € IWW
Vorbereitungsassistent, gesamt 3.750 € unteres Quartil 2.900 €, oberes Quartil 4.450 € (Deutscher Zahnarzt Service)
Weiterbildungsassistent 4.333 € IWW
Entlastungsassistent 5.098 € IWW
Angestellt nach der Assistenzzeit 5.901 € IWW; Detail in Gehalt als angestellter Zahnarzt

Alle Werte beziehen sich auf 40 Wochenstunden einschließlich etwaiger Sonderzahlungen. Herausgeber der Studie sind der Personalvermittler Deutscher Zahnarzt Service, Team Lieblings-Zahnarzt, solvi und die Steuerberatung Wilde & Partner. An der Befragung nahmen knapp 3.000 Personen teil, darunter 1.012 angestellte Zahnärzte einschließlich Assistenten. Eine Branchenbefragung dieser Art ist keine amtliche Statistik. Die Spanne von 2.900 bis 4.450 Euro – darin liegt die mittlere Hälfte der Gehälter – zeigt, wie weit die Einzelverträge auseinanderliegen. Von Jahr 1 auf Jahr 2 steigt der Median um 485 Euro im Monat (rund 14 Prozent). Eine Fixvergütung ohne Umsatzbeteiligung ist laut IWW in dieser Phase die Regel.

Netto-Beispiel: Was bleibt von 3.750 Euro?

Die Rechnung gilt für Steuerklasse I, keine Kinder, keine Kirchensteuer, gesetzliche Krankenversicherung mit 2,9 Prozent Zusatzbeitrag und einen Beitrag zum Versorgungswerk statt zur gesetzlichen Rentenversicherung. Der Versorgungswerk-Anteil ist eine Annahme (9,3 Prozent vom Brutto); sie folgt dem Beispiel des Versorgungswerks der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe, das 2026 18,6 Prozent ansetzt, davon die Hälfte durch den Arbeitgeber. Die Lohnsteuer stammt aus dem Lohnsteuerrechner des Bundesfinanzministeriums für 2026.

Posten Euro pro Monat
Bruttogehalt (Median Vorbereitungsassistenten) 3.750,00
Lohnsteuer (Solidaritätszuschlag fällt nicht an) −570,66
Krankenversicherung (8,75 %) −328,13
Pflegeversicherung (2,4 %, kinderlos) −90,00
Arbeitslosenversicherung (1,3 %) −48,75
Versorgungswerk (Annahme 9,3 %) −348,75
Netto etwa 2.364

Dieselben Annahmen gelten im Hub Was verdient ein Zahnarzt? für den Median aller Angestellten. Die Satzung Deines Versorgungswerks kann abweichen. Die Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherung beantragst Du innerhalb von drei Monaten, sonst gilt sie erst ab Antragseingang (§ 6 Abs. 4 SGB VI); die Schritte stehen in Nach dem Examen.

Wovon das Gehalt abhängt

Für Assistenten weist die Studie keine Werte nach Region oder Praxisform aus – die Regionalwerte (Süden 7.140 Euro, Osten 7.045 Euro, Land 7.200 Euro, Stadt 6.683 Euro) betreffen angestellte Zahnärzte nach der Assistenzzeit und stehen in Zahnarzt-Gehalt nach Region. Für die Assistenzzeit belegt sind die Wochenstunden, das Jahr der Vorbereitungszeit und die Vertragsform. Bei Teilzeit gilt der Median nicht mehr, und die Vorbereitungszeit verlängert sich. Rechenbeispiel bei anteiliger Bezahlung (Annahme): 30 von 40 Stunden ergeben 2.812,50 Euro.

Entlastungsassistenz: Wer sie machen darf und was sie bringt

Die Entlastungsassistenz ist keine Alternative zur Vorbereitungszeit und ersetzt sie nicht. Nach § 32 Abs. 2 Zahnärzte-ZV braucht der Vertragszahnarzt dafür die Genehmigung der KZV. Gründe sind die Sicherstellung der Versorgung, Kindererziehung (bis 36 Monate) und die Pflege eines nahen Angehörigen (bis sechs Monate). Wer als Entlastungsassistent arbeiten darf, regelt die Zahnärzte-ZV nicht ausdrücklich; die KZV Hamburg lässt in ihren Richtlinien nur Zahnärzte zu, die ihre Vorbereitungszeit schon abgeleistet haben. Der Median von 5.098 Euro gilt für diese Gruppe.

Vergleich: Assistenzarzt in der Humanmedizin

Ein Assistenzarzt verdient tariflich im ersten Jahr nach dem TV-Ärzte/VKA 5.722,05 Euro brutto im Monat (Gruppe I, Stufe 1, ab 1. Juni 2026), also rund 1.970 Euro mehr als der Median der Vorbereitungsassistenten. Der Vergleich beider Berufe steht in Zahnarzt oder Arzt: Wer verdient mehr?.

Gehaltsgespräch: zwei Hebel mit Zahl

  1. Das Gehalt im zweiten Jahr. Im Median liegt es 485 Euro über dem ersten Jahr; lass die Stufe im Vertrag festschreiben, etwa mit dem Satz: „Ab dem 13. Monat beträgt das Bruttogehalt X Euro.“
  2. Die Wochenstunden. Das Brutto gilt für 40 Stunden. Schreibe die Stundenzahl in den Vertrag, denn sie bestimmt Gehalt und Dauer der Vorbereitungszeit (Teilzeit verlängert sie).

Ob eine Praxis über dem Median liegt, zeigt die Spanne. Das obere Quartil beginnt bei 4.450 Euro. Weitere Vertragspunkte stehen in Arbeitsvertrag Assistenzzahnarzt prüfen.

Nächster Schritt

Wie Du eine Praxis findest und Dich bewirbst, zeigt Bewerbung als Assistenzzahnarzt, worauf Du bei der Wahl achtest Ausbildungspraxis finden.

Quellen

Redaktion
Über die Redaktion

Redaktion

Die Redaktion von zahnmedizinstudium.eu betreut die Ratgeber-Artikel und Universitätsprofile auf dieser Seite – unabhängig und mit besonderem Blick auf Zulassung, Studieninhalte und Karrierewege in der Zahnmedizin.

Alle Artikel der Redaktion →