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Wichtigste Fächer im Zahnmedizinstudium: Z1 bis Z3

RedaktionVon Redaktion5 Min. Lesezeit
Gestapelte Lehrbücher neben einem Anatomiemodell auf dem Schreibtisch – Die wichtigsten Fächer im Zahnmedizinstudium

Die Prüfungsfächer des Zahnmedizinstudiums stehen in der ZApprO, geordnet nach den drei Abschnitten der Zahnärztlichen Prüfung. Am stärksten gewichtet sind Zahnärztliche Prothetik und Zahnerhaltung – im Z2 und im mündlich-praktischen Teil des Z3 zählen beide doppelt, alle anderen Gebiete einfach (§ 55 Abs. 3, § 71 Abs. 3).

Prüfungsfächer und Gewichtung im Überblick

Abschnitt Fach oder Fächergruppe Prüfungsform Gewicht in der Abschnittsnote Kurse typischerweise
Z1 Biochemie und Molekularbiologie, Chemie mündlich 1 von 4 (§ 39 Abs. 2) 1. bis 4. Semester
Z1 Mikroskopische und makroskopische Anatomie, Biologie mündlich 1 von 4 1. bis 4. Semester
Z1 Physiologie, Physik mündlich 1 von 4 1. bis 4. Semester
Z1 Zahnmedizinische Propädeutik mündlich 1 von 4 1. bis 4. Semester
Z2 Zahnärztliche Prothetik mündlich und praktisch doppelt (2 von 6, § 55 Abs. 3) Phantomkurs ab 5. Semester
Z2 Zahnerhaltung (Endodontologie, Kinderzahnheilkunde, Parodontologie, Zahnhartsubstanzlehre/Prävention/Restauration) mündlich und praktisch doppelt (2 von 6) Phantomkurs meist 6. Semester
Z2 Kieferorthopädie mündlich und praktisch einfach (1 von 6) Propädeutik meist 6. Semester
Z2 Oralchirurgie und MKG-Chirurgie (ein Fach) mündlich und praktisch einfach (1 von 6) chirurgische Propädeutik 5. oder 6. Semester
Z3, mündlich-praktisch Prothetik, Zahnerhaltung mündlich und praktisch doppelt (je 2 von 9, § 71 Abs. 3) Behandlungskurse nach dem Z2
Z3, mündlich-praktisch Kieferorthopädie, Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten, Oralchirurgie, MKG-Chirurgie mündlich und praktisch einfach (je 1 von 9) Behandlungskurse nach dem Z2
Z3, mündlich-praktisch Zahnärztliche Radiologie nur mündlich (§ 70 Abs. 2) einfach (1 von 9) Radiologisches Praktikum, mindestens 28 Stunden
Z3, schriftlich fünf Fächer und neun Querschnittsbereiche 200 Fragen, fünf Stunden (§ 72) zählt 50 Prozent der Z3-Note (§ 79 Abs. 2) Kurse nach Anlage 4

Die Semesterangaben stammen aus den Semester-Guides (Auswertung von sechs Studienplänen) und gelten nur als Richtwert; die ZApprO ordnet den Kursen keine Semester zu. Eine Rangliste des „schwersten” Fachs gibt es nicht, belegt ist nur die Gewichtung.

Z1: Grundlagenfächer und Propädeutik

Die drei Fächergruppen des Ersten Abschnitts werden mündlich geprüft und gehen zu gleichen Teilen in die Z1-Note ein. Welche Praktika dahinterstehen, zeigt die Tabelle im Artikel zur Vorklinik.

Die Zahnmedizinische Propädeutik umfasst das Praktikum mit Schwerpunkt Präventive Zahnheilkunde (Anlage 1 Nr. 9) und das mit Schwerpunkt Dentale Technologie (Nr. 10), die TPK. Der Phantomkurs gehört nicht dazu. Er folgt nach § 5 Abs. 3 erst nach bestandenem Z1.

Z2: Prothetik, Zahnerhaltung, Kieferorthopädie, Oralchirurgie

Prothetik umfasst Planung, Herstellung und Eingliederung von Zahnersatz. Die Fächergruppe Zahnerhaltung besteht aus vier Fächern, und das praktische Prüfungselement ist nur bestanden, wenn alle vier mindestens „ausreichend” sind (§ 53 Abs. 3). Kieferorthopädie behandelt Fehlstellungen von Zähnen und Kiefer, Oralchirurgie und MKG-Chirurgie bilden im Z2 ein gemeinsames Fach. Mehr zum Ablauf steht im Artikel zum Z2 und zum klinischen Abschnitt; zur Kinderzahnheilkunde der Artikel Was macht ein Kinderzahnarzt?.

Einen Fachzahnarzt-Titel gibt es bundesweit verbreitet in Kieferorthopädie und Oralchirurgie: Die BZÄK zählte zum 31. Dezember 2024 3.825 beziehungsweise 3.910 Titelträger. Alle Wege vergleicht der Fachzahnarzt-Überblick.

Z3: mündlich-praktischer und schriftlicher Teil

Im Z3 wird die Oralchirurgie von der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie getrennt geprüft, und es kommen Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten sowie Radiologie hinzu (§ 63 Abs. 1). Das Fach Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten und die Radiologie tauchen vorher nicht als Prüfungsfach auf. Wer MKG-Chirurg werden will, braucht zusätzlich Humanmedizin (MKG-Chirurg werden).

Der schriftliche Teil prüft fünf Fächer: Pharmakologie und Toxikologie, Pathologie, Hygiene/Mikrobiologie/Virologie, Innere Medizin sowie Dermatologie und Allergologie. Dazu kommen neun Querschnittsbereiche, darunter Notfallmedizin, Schmerzmedizin und Wissenschaftliches Arbeiten (§ 72 Abs. 1). Die vollständige Liste steht im Artikel zum IMPP-Gegenstandskatalog, den Ablauf beschreibt der Artikel zum schriftlichen Z3-Teil.

Das Radiologische Praktikum nach Anlage 3 Nr. 6 umfasst mindestens 28 Stunden und liegt im klinischen Abschnitt, nicht in den ersten Semestern. Mit dem bestandenen Z3 erwirbst Du die Fachkunde im Strahlenschutz für die intraorale Röntgendiagnostik, wenn die zuständige Landesbehörde die Eignung der Universität festgestellt hat (§ 16 Abs. 1).

Welche Fächer Dir später begegnen

In der Praxis kommen die Fächer in einer Sitzung zusammen. Eine Patientin bringt eine prothetische Frage, einen Röntgenbefund und einen Parodontitisbefund mit. Die Gliederung im Studium ist fachweise – das Zusammendenken übst Du erst in den Behandlungskursen. Die Tabelle oben zeigt, welche Gebiete dafür am meisten zählen.

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