Angestellte Zahnärztinnen und Zahnärzte verdienen im Median 6.944 Euro brutto im Monat (Dentale Gehaltsstudie 2025, 40 Wochenstunden). In der Assistenzzeit sind es 3.750 Euro. Praxisinhaber kamen 2024 laut Destatis im Mittel auf 305.000 Euro Reinertrag je Praxis (Median 217.000 Euro). Dieser Praxisgewinn liegt vor Steuern und Vorsorge – er ist kein Gehalt, und die Tabelle trennt deshalb Monatsbrutto und Jahreswerte.
Zahnarzt-Gehalt im Überblick
| Stufe | Brutto pro Monat | Pro Jahr | Quelle, Stand |
|---|---|---|---|
| Vorbereitungsassistenz (Median) | 3.750 € (1. Jahr 3.500 €, 2. Jahr 3.985 €) | 45.000 € | Dentale Gehaltsstudie 2025 |
| Angestellt, direkt nach der Assistenzzeit (Median) | 5.901 € | 70.812 € | Dentale Gehaltsstudie 2025 |
| Angestellt, 2 bis 6 Jahre später (Median) | 6.842 € | 82.104 € | Dentale Gehaltsstudie 2025 |
| Angestellt, alle Stufen (Median; Quartile 5.714 € und 9.070 €) | 6.944 € | 83.328 € | Dentale Gehaltsstudie 2025 |
| Angestellt, mehr als 10 Jahre Erfahrung (Median) | ca. 7.650 € | ca. 91.800 € | Dentale Gehaltsstudie 2025 |
| Praxisinhaber, Einnahmen-Überschuss je Inhaber (Mittel; Median 180.300 €) | 214.700 € | KZBV-Jahrbuch 2025, Daten 2023 | |
| Praxis, Reinertrag je Praxis (Mittel; Median 217.000 €) | 305.000 € | Destatis, Daten 2024 |
Die Jahreswerte der Angestellten sind das Zwölffache des Monatsbruttos. Reinertrag und Einnahmen-Überschuss sind Betriebseinnahmen minus Betriebsausgaben, vor Steuern, Altersvorsorge und Versicherungen. Mehrere Inhaber können sich den Betrag einer Praxis teilen; mit einem Bruttogehalt ist er nicht vergleichbar.
Vom Assistenzgehalt (3.750 Euro) zum Median der Angestellten (6.944 Euro) steigt das Monatsbrutto um gut 85 Prozent. Der Gewinn eines Inhabers (214.700 Euro im Mittel) ist das 2,6-Fache des Angestelltenbruttos von 83.328 Euro, bevor Steuern und Vorsorge abgehen.
Netto-Beispiel: Was bleibt von 6.944 Euro?
Etwa 3.880 Euro im Monat. Die Rechnung gilt für Steuerklasse I ohne Kinder und ohne Kirchensteuer, bei gesetzlicher Krankenversicherung mit 2,9 Prozent Zusatzbeitrag und einem Beitrag zum Versorgungswerk statt zur gesetzlichen Rentenversicherung (Annahme: 9,3 Prozent vom Brutto). Die Lohnsteuer stammt aus dem Lohnsteuerrechner des Bundesfinanzministeriums für 2026.
| Posten | Euro pro Monat |
|---|---|
| Bruttogehalt (Median aller Angestellten) | 6.944,00 |
| Lohnsteuer (Solidaritätszuschlag fällt nicht an) | −1.679,25 |
| Krankenversicherung (8,75 % bis zur Bemessungsgrenze von 5.812,50 €) | −508,59 |
| Pflegeversicherung (2,4 % bis 5.812,50 €, kinderlos) | −139,50 |
| Arbeitslosenversicherung (1,3 %) | −90,27 |
| Versorgungswerk (Annahme 9,3 %) | −645,79 |
| Netto | etwa 3.880 |
Der Beitrag zum Versorgungswerk richtet sich nach der Satzung der jeweiligen Kammer. Privat Versicherte zahlen andere Beiträge. Weil die Vorsorgeaufwendungen beim Lohnsteuerabzug nicht voll wirken, kann die Steuer in der Einkommensteuererklärung niedriger ausfallen. Mit 83.328 Euro Jahresbrutto liegt der Median über der Versicherungspflichtgrenze von 77.400 Euro (2026); Angestellte können sich dann privat versichern.
Angestellt: Festgehalt plus Umsatzbeteiligung
Die meisten Angestellten erhalten zusätzlich zum Fixum eine Umsatzbeteiligung: 62 Prozent laut Dentaler Gehaltsstudie 2025, 65 Prozent laut apoBank-Gehaltsstudie 2025. Beide Zahlen stammen aus verschiedenen Befragungen. An der Dentalen Gehaltsstudie nahmen knapp 3.000 Personen teil, darunter mehr als 1.000 Zahnärztinnen und Zahnärzte; Herausgeber sind vier Unternehmen der Dentalbranche, darunter der Personalvermittler Deutscher Zahnarzt Service. Die apoBank ließ 324 angestellte Zahnärzte im DocCheck-Panel befragen (Januar bis Juni 2025). Quartile, Rechenbeispiel und Verhandlungspunkte stehen in Gehalt als angestellter Zahnarzt, die Assistenzzeit in Gehalt als Assistenzzahnarzt, das MVZ in Gehalt im Z-MVZ.
Die eigene Praxis
Wer sich niederlässt, trägt das unternehmerische Risiko und bezahlt Personal, Miete und Kredite aus den Einnahmen. Übrig bleibt der Reinertrag – und der schwankt stark: Die Hälfte der Praxisinhaber lag 2023 unter 180.300 Euro Einnahmen-Überschuss (KZBV). Wie diese Zahlen zustande kommen und was von ihnen netto bleibt, erklärt Umsatz, Kosten, Reinertrag. Das Einkommen nach Praxisform und Fachgebiet steht in Zahnarzt mit eigener Praxis: Einkommen und Netto.
Fachrichtung, Standort, Geschlecht
Kieferorthopäden verdienen als Angestellte laut Deutschem Zahnarzt Service im Median 10.128 Euro brutto im Monat, Oralchirurgen 9.306 Euro (Quartile 8.240 bis 12.125 Euro und 7.375 bis 10.655 Euro; Angaben des Mitherausgebers der Studie, Abruf Oktober 2026). Details in Gehalt als Kieferorthopäde und Gehalt als Oralchirurg. MKG-Chirurgen sind Fachärzte mit Doppelapprobation – der TV-Ärzte/VKA zahlt Fachärzten an kommunalen Kliniken 7.552 bis 9.699 Euro im Monat (Stand 1. Juni 2026). An Unikliniken beginnt die Stufe Ä1 bei 5.792,90 Euro, mehr dazu in Gehalt im öffentlichen Dienst und Gehalt als MKG-Chirurg.
Regional liegt der Median auf dem Land bei 7.200 Euro und in Städten bei 6.683 Euro; die Regionalwerte stehen in Zahnarzt-Gehalt nach Region. Zahnärztinnen und Zahnärzte beziehen laut den Herausgebern ein vergleichbares Grundgehalt, Männer erzielen aber durch höhere Umsätze ein höheres Gesamteinkommen. Die apoBank-Befragung kommt auf rund 9 Prozent weniger für Frauen bei Festgehalt und rund 20 Prozent weniger bei Umsatzbeteiligung; die Männer arbeiteten dort 2 bis 3 Wochenstunden länger. Zum Berufsalltag mit Kindern: Zahnärztin mit Familie. Gehälter im Ausland vergleicht Zahnarzt-Gehälter im internationalen Vergleich.
Wie lange dauert der Weg zum höheren Gehalt?
Das Studium dauert elf Semester Regelstudienzeit, danach folgen zwei Jahre Assistenzzeit. Die Stufe „mehr als zehn Jahre Berufserfahrung“ (7.650 Euro) liegt also frühestens gut 17 Jahre nach dem Studienbeginn; eine Fachzahnarzt-Weiterbildung (Überblick) oder die Niederlassung verlängern den Weg. Wie Du dahin kommst, steht in Wie wird man Zahnarzt?.
Quellen
- Deutscher Zahnarzt Service: Dentale Gehaltsstudie 2025: Herausgeber (vier Unternehmen der Dentalbranche, darunter der Personalvermittler Deutscher Zahnarzt Service), knapp 3.000 Teilnehmende, mehr als 1.000 Zahnärztinnen und Zahnärzte
- IWW Institut: Gehaltsstudie, Gehälter in deutschen Zahnarztpraxen (ZP 03/2026, 24.04.2026): Mediane 3.750 Euro (Vorbereitungsassistenten), 5.901, 6.842 und ca. 7.650 Euro (Erfahrungsstufen), 62 Prozent mit Umsatzbeteiligung, ländlich 7.200 Euro und städtisch 6.683 Euro, Gesamteinkommen nach Geschlecht
- ZWP online: Dentale Gehaltsstudie 2025 (28.08.2025): Median 6.944 Euro brutto im Monat bei 40 Wochenstunden; Beitrag des Anbieters, nicht der Redaktion von ZWP
- Deutscher Zahnarzt Service: Gehalt als angestellter Zahnarzt: Quartile 5.714 und 9.070 Euro; Beitrag eines Mitherausgebers (Personalvermittler)
- Deutscher Zahnarzt Service: Gehalt als Kieferorthopäde und Gehalt als Oralchirurg: Mediane 10.128 Euro und 9.306 Euro mit Quartilen aus der Dentalen Gehaltsstudie 2025; Beiträge eines Mitherausgebers
- apoBank: Gehaltsstudie 2025, Angestellt in der ambulanten Zahnmedizin: 65 Prozent mit Umsatzbeteiligung, n = 324, Befragung im DocCheck-Panel (07.01. bis 15.06.2025), Lohnlücke 9 und 20 Prozent
- Statistisches Bundesamt: Arztpraxen 2024 (Pressemitteilung Nr. 262 vom 23.07.2026): Reinertrag 2024 im Mittel 305.000 Euro, Median 217.000 Euro je Praxis; Reinertrag ist nicht mit dem Einkommen gleichzusetzen
- KZBV: Statistisches Jahrbuch 2025, Kostenstruktur und Einkommensverteilung (Seiten 116 bis 121): Einnahmen-Überschuss je Inhaber 2023 im Mittel 214.700 Euro, Median 180.300 Euro (Zahnärzte-Praxis-Panel des Zi)
- Bundesfinanzministerium: Lohnsteuerrechner 2026: Lohnsteuer 1.679,25 Euro bei 6.944 Euro Monatsbrutto, Steuerklasse I, ohne gesetzliche Rentenversicherung (eigene Berechnung am 10.10.2026)
- Bundesregierung: Rechengrößen in der Sozialversicherung 2026: Beitragsbemessungsgrenze Kranken- und Pflegeversicherung 5.812,50 Euro im Monat, Versicherungspflichtgrenze 77.400 Euro im Jahr
- vdek: Änderungen im Gesundheitswesen 2026: Beitragssatz Krankenversicherung 14,6 Prozent, durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2,9 Prozent, Pflegeversicherung 3,6 Prozent
- § 55 SGB XI und § 341 SGB III: Beitragszuschlag für Kinderlose 0,6 Punkte, Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung 2,6 Prozent
- Haufe: Entgelttabelle TV-Ärzte/VKA ab 1.6.2026: Entgeltgruppe II (Facharzt) 7.552,19 bis 9.698,91 Euro im Monat; Aufbereitung eines Fachverlags

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