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Z3 Zahnmedizin: Der neue schriftliche IMPP-Teil

RedaktionVon Redaktion3 Min. Lesezeit
Hand füllt mit einem Bleistift einen Multiple-Choice-Antwortbogen aus – Z3 Zahnmedizin: Der neue schriftliche IMPP-Teil

Am 3. November 2026 findet erstmals eine bundeseinheitliche schriftliche Prüfung für den Dritten Abschnitt der Zahnärztlichen Prüfung (Z3) statt: 200 Multiple-Choice-Fragen in fünf Stunden, erstellt vom IMPP in Mainz. Bisher bestand Z3 ausschließlich aus mündlichen und praktischen Prüfungsteilen. Der schriftliche Teil ist eine echte Neuerung, kein Ersatz für das Bestehende.

Was sich zum 3. November 2026 ändert

Bislang organisierten die einzelnen Universitäten den Dritten Abschnitt der Zahnärztlichen Prüfung komplett in eigener Regie: eigene Klausuren, eigenes Prüfungspersonal, eigene Maßstäbe von Hochschule zu Hochschule. Das Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen (IMPP), das seit über fünf Jahrzehnten die bundesweiten Staatsexamina in der Humanmedizin erstellt, wurde von den Ländern beauftragt, für die Zahnmedizin erstmals einen zentralen schriftlichen Prüfungsteil zu entwickeln. Der Fachbereich Zahnmedizin beim IMPP wurde dafür 2021 gegründet und wird seit Juli 2024 von Prof. Dr. Stefan Rüttermann geleitet.

Getestet wurde das neue Format bereits vorab im Hamburger Modellstudiengang iMED DENT, wo im Juni 2026 die vierte Prüfung nach dem neuen Muster lief. Der reguläre bundesweite Start ist nun der 3. November 2026.

Ablauf und Format der Prüfung

Die schriftliche Z3-Prüfung läuft an einem einzigen Tag: 200 Fragen im Multiple-Choice-Format mit jeweils vier Antwortoptionen, aus denen genau eine richtig ist (Single-Choice, Typ A). Die Bearbeitungszeit beträgt fünf Stunden. Damit ähnelt das Format grundsätzlich dem, was Human- und Pharmaziestudierende von ihren IMPP-Staatsexamina bereits kennen. Für die Zahnmedizin ist es neu.

Inhaltlich deckt die Prüfung laut IMPP-Gegenstandskatalog (aktuell Version 1.2.1, veröffentlicht am 20. April 2026 und ausdrücklich für das Z3-Examen im Herbst 2026 gültig) die medizinischen und zahnmedizinischen Kernfächer und Querschnittsbereiche ab, die bislang bereits Teil des schriftlichen Teils nach § 72 ZApprO waren – siehe dazu den Überblick im Artikel Das Staatsexamen. Neu ist nicht der Fächerkanon, sondern dass die Fragen ab sofort zentral vom IMPP stammen statt von den einzelnen Prüfungsämtern und Hochschulen zusammengestellt zu werden.

Wer ist betroffen

Die neue Prüfung betrifft alle, die ihr Studium nach der neuen Approbationsordnung (ZApprO 2019) absolvieren, also alle mit Studienbeginn ab dem Wintersemester 2021/22 (1. Oktober 2021). Wer davor angefangen hat und noch nach der alten Approbationsordnung von 1955 studiert, ist von der Umstellung nicht betroffen. Mehr zum Unterschied zwischen beiden Systemen und den genauen Stichtagen steht in Die neue ZApprO: Was hat sich geändert?.

Wer regulär im zehnten Semester steht, gehört in aller Regel zur ersten Kohorte, die den neuen schriftlichen Teil ablegt. Der genaue Anmeldeweg läuft wie bisher über das jeweils zuständige Landesprüfungsamt. Ein früher Blick auf dessen Fristen lohnt sich, da sich mit einem neuen Prüfungsformat auch organisatorische Abläufe kurzfristig ändern können.

Verhältnis zum mündlich-praktischen Teil

Der bisherige mündlich-praktische Teil des Dritten Abschnitts bleibt vollständig bestehen und wird durch die schriftliche Prüfung ergänzt, nicht ersetzt. Beide Teile müssen laut § 77 ZApprO weiterhin jeweils eigenständig bestanden werden, ein Ausgleich zwischen ihnen ist nicht vorgesehen. Wie der praktische Teil im Detail abläuft, beschreibt ebenfalls Das Staatsexamen.

Wie Du Dich vorbereitest

Weil es noch keine mehrjährige Sammlung öffentlich zugänglicher Altfragen zum neuen Format gibt, ist der IMPP-Gegenstandskatalog aktuell die verlässlichste Grundlage für die Vorbereitung: Er listet konkret auf, welche Fächer und Querschnittsbereiche mit welcher Gewichtung geprüft werden. Da das Format dem der IMPP-Staatsexamina in der Humanmedizin entspricht, kann außerdem ein Blick auf deren Aufbau (Fragetyp, Zeitmanagement bei 200 Fragen in fünf Stunden) helfen, sich ein realistisches Bild vom Prüfungstag zu machen – die konkreten Inhalte unterscheiden sich davon natürlich deutlich.

Quellen

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