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IMPP-Gegenstandskatalog Zahnmedizin einfach erklärt

RedaktionVon Redaktion3 Min. Lesezeit
Aufgeschlagenes Nachschlagewerk auf einem Tisch – IMPP-Gegenstandskatalog Zahnmedizin einfach erklärt

Der Gegenstandskatalog Zahnmedizin (GK ZM) ist das offizielle Dokument, das auflistet, was im schriftlichen Teil der Z3-Prüfung geprüft werden darf: gegliedert nach Fächern, Organsystemen und konkreten Lernzielen, aktuell in Version 1.2.1 vom 20. April 2026. Er selbst ist nicht rechtsverbindlich, das bleibt allein die ZApprO, aber er ist die genaueste verfügbare Landkarte für die Prüfungsvorbereitung.

Wofür der Katalog gedacht ist

Laut ZApprO umfasst der schriftliche Teil der Z3-Prüfung fünf Kernfächer und neun Querschnittsbereiche, mehr dazu im Artikel Z3 Zahnmedizin: Der neue schriftliche IMPP-Teil. Was innerhalb dieser Fächer genau geprüft werden kann, legt die ZApprO nicht bis ins letzte Detail fest. Genau diese Lücke schließt der GK ZM: Das IMPP hat ihn, wie im Vorwort des Katalogs festgehalten, in Abstimmung mit dem Medizinischen Fakultätentag (MFT) und zahlreichen Fachexpertinnen und Fachexperten entwickelt, um die Prüfungsgegenstände der ZApprO explizit zu machen, ohne den Prüfungsstoff selbst zu vermehren oder zu verringern.

Wie der Katalog aufgebaut ist

Der GK ZM ist kompetenzbasiert und nach Organsystemen strukturiert, nicht nach den klassischen Vorlesungsfächern. Die Gliederung folgt römischen Kapitelnummern: Kapitel V beschreibt allgemeine Konsultationsanlässe, Kapitel VI die eigentlichen Erkrankungen, unterteilt in Bereiche wie VI.1 Orofaziales System, VI.2 Muskuloskelettal und Weichgewebe oder VI.4 Nervensystem und Psyche. Innerhalb jedes Bereichs geht die Nummerierung bis auf die Ebene einzelner Lernziele hinunter, etwa VI.1.1.1 Karies unter dem Unterkapitel VI.1.1 Zahnhartsubstanzdefekte.

Zu jedem Lernziel gehören in Klammern gesetzte Diagnoseschlüssel, die auf die entsprechenden ICD-Codes verweisen, sowie eine Liste von „Anwendungsbeispielen“: konkreten Stichpunkten, die zeigen, welche Aspekte eines Themas tatsächlich prüfungsrelevant sind. Beim Lernziel Karies sind das etwa Biofilm und Kariespathogenese, epidemiologische Kenngrößen wie der DMFT-Index sowie die gängigen Klassifikationen und Kariesformen. Diese Anwendungsbeispiele sind der praktisch nützlichste Teil des Katalogs, weil sie den Rahmen eines Lernziels konkret eingrenzen, statt nur ein Stichwort zu nennen.

Die geprüften Fächer und Querschnittsbereiche

Die fünf Kernfächer sind Pharmakologie und Toxikologie, Pathologie, Hygiene, Mikrobiologie und Virologie, Innere Medizin sowie Dermatologie und Allergologie. Dazu kommen neun Querschnittsbereiche: Notfallmedizin, Schmerzmedizin, Medizin und Zahnmedizin des Alterns und des alternden Menschen, Klinische Werkstoffkunde, Orale Medizin und systemische Aspekte, Erkrankungen im Kopf-Hals-Bereich, Gesundheitswissenschaften (mit den Schwerpunkten Epidemiologie, Prävention, öffentliche Gesundheitspflege und Gesundheitsökonomie), Ethik und Geschichte der Medizin und Zahnmedizin sowie Wissenschaftliches Arbeiten (mit den Schwerpunkten medizinische Biometrie, medizinische Informatik, Literaturrecherche und evidenzbasierte Medizin).

Ergänzt wird der GK ZM durch eine eigene Arzneistoffliste: eine Übersicht zahnmedizinisch relevanter Wirkstoffe und ihrer Wechselwirkungen, die von Fachexpertinnen und Fachexperten als Richtschnur zusammengestellt wurde, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Was die Mini-Kataloge zusätzlich bieten

Neben dem eigentlichen GK ZM stellt das IMPP sogenannte Mini-Kataloge als separate ZIP-Datei bereit: Empfehlungen dazu, welches Lernziel welchem Fach beziehungsweise Querschnittsbereich zugeordnet ist. Zur Version 1.2.1 haben sich einige dieser Fächerempfehlungen gegenüber Version 1.2 vom Januar 2026 verändert. Wer bereits mit einer älteren Fassung gelernt hat, sollte die Mini-Kataloge deshalb vor der Prüfung noch einmal mit der aktuellen Version abgleichen.

Wie Du den Katalog für die Vorbereitung nutzt

Den kompletten Katalog von vorn bis hinten durchzuarbeiten, ist bei einem Umfang von mehreren Hundert Seiten wenig realistisch. Sinnvoller ist es, sich Kapitel für Kapitel an den Anwendungsbeispielen entlangzuhangeln und dort gezielt Wissenslücken zu identifizieren, statt reine Stichwortlisten auswendig zu lernen. Da der GK ZM mit dem Nationalen Lernzielkatalog Zahnmedizin (NKLZ) abgestimmt ist, baut er bewusst auf dem Wissen auf, das Du im Studium bis zur Z3-Prüfung bereits erworben hast: Er ersetzt keine Semester an klinischer Ausbildung, sondern strukturiert, was davon am Prüfungstag konkret abgefragt werden kann.

Quellen

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