Zahnmedizinstudium in Deutschland

Beste Uni für Zahnmedizin: Was das CHE-Ranking zeigt

RedaktionVon Redaktion4 Min. Lesezeit
Studierende mit bunten Rucksäcken vor einem historischen Uni-Gebäude – Die besten Unis für Zahnmedizin? Was Rankings wirklich zeigen

Eine offizielle Rangliste der zahnmedizinischen Fakultäten gibt es nicht. Den breitesten Vergleich liefert das CHE Ranking. Es arbeitet ohne Plätze und ordnet jeden Standort pro Kriterium in einen Spitzenbereich, einen mittleren Bereich oder einen Schlussbereich ein. Zahnmedizin wurde dort für die Ausgabe 2024 neu untersucht (Erhebung im Studienjahr 2024/25): 30 Studiengänge, nämlich die 29 staatlichen Standorte und die private Universität Witten/Herdecke. Studierendenurteile liegen für 17 dieser Standorte vor. Die Tabelle unten zeigt, wer bei welchem Kriterium im Spitzenbereich steht.

Was das CHE Ranking für Zahnmedizin zeigt

Kriterium Standorte im Spitzenbereich Anzahl
Allgemeine Studiensituation Greifswald, RWTH Aachen, Tübingen, Ulm, Witten/Herdecke 5
Studienorganisation Charité Berlin, Düsseldorf, Gießen, Greifswald, Halle-Wittenberg, Heidelberg, Homburg, Jena, Kiel, LMU München, MH Hannover, Münster, RWTH Aachen, Rostock, Tübingen, Ulm, Witten/Herdecke 17
Prüfungsorganisation Greifswald, RWTH Aachen, Tübingen, Ulm, Witten/Herdecke 5
Betreuung durch Lehrende Greifswald, Jena, LMU München, RWTH Aachen, Tübingen, Ulm, Witten/Herdecke 7
Behandlungsstühle Greifswald, Halle-Wittenberg, Heidelberg, Kiel, LMU München, Münster, RWTH Aachen, Tübingen, Ulm, Witten/Herdecke 10
Simulationsplätze Düsseldorf, Greifswald, Halle-Wittenberg, Heidelberg, Kiel, LMU München, Münster, RWTH Aachen, Tübingen, Ulm, Witten/Herdecke 11
Räume Düsseldorf, Greifswald, Kiel, LMU München, Münster, RWTH Aachen, Tübingen, Ulm, Witten/Herdecke 9

Quelle: CHE Ranking Zahnmedizin, Universitäten, Staatsexamen, Erhebung 2024, abgerufen am 11. Oktober 2026 (Ausgabe 2026 der ZEIT-Plattform). Alle übrigen eingeordneten Standorte liegen im mittleren Bereich; in diesen sieben Kriterien kommt der Schlussbereich nur einmal vor (Simulationsplätze). Für 13 Standorte gibt es keine Einordnung der Studierendenurteile, weil der Rücklauf nicht reichte: Bonn, TU Dresden, Erlangen-Nürnberg, Frankfurt, Freiburg, Göttingen, Hamburg, Köln, Leipzig, Mainz, Marburg, Regensburg und Würzburg. Das sagt nichts über ihre Qualität.

Zählt man alle 21 Indikatoren einschließlich der Forschungskennzahlen, hat die RWTH Aachen 19 Spitzenbereiche, Greifswald 17, Witten/Herdecke 15, die LMU München 13, Ulm 12 und Tübingen 11. Eine Gesamtplatzierung ergibt das nicht, denn das CHE bildet keine, und die Standorte mit wenigen Einordnungen haben schlicht weniger Daten.

Wie Du das Ranking liest

Hinter den Tabellenwerten stehen Befragungen: Von 6.746 einbezogenen Zahnmedizin-Studierenden antworteten 1.426 (21,1 Prozent), von 30 Fachbereichen 22 und von 103 Professorinnen und Professoren 39. Die Daten werden im Dreijahresturnus aktualisiert, die nächste reguläre Zahnmedizin-Runde läge danach 2027. Das CHE veröffentlicht sein Ranking seit 1998, seit 2005 gemeinsam mit der ZEIT. Spitzenbereich heißt: gut in diesem einen Kriterium. Ein Gesamturteil steckt nicht darin. Such Dir zwei oder drei Kriterien heraus, die Dir wichtig sind – zum Beispiel Simulationsplätze und Betreuung – und vergleiche nur diese.

Checkliste für die Studienortwahl

  1. Wie viele Plätze hat der Standort, und kannst Du im Sommer beginnen? Die Standorttabelle und Zahnmedizin zum Sommersemester liefern die Zahlen.
  2. Wie hoch lagen die Auswahlgrenzen? NC Zahnmedizin zeigt sie, TMS für Zahnmedizin erklärt, wo der Test zählt.
  3. Wie sind Behandlungsstühle und Simulationsplätze bewertet (Tabelle oben), und wann musst Du Instrumente selbst kaufen? Das klärt die Fachschaft; die Preisbänder stehen in Was kostet das Zahnmedizinstudium?.
  4. Wann beginnt der Patientenkontakt? Die Patientenkurse starten nach der ZApprO erst nach dem Zweiten Abschnitt der Zahnärztlichen Prüfung. Frag nach Famulaturen und Hospitationen davor.
  5. Wie groß ist der Jahrgang? Das CHE nennt je Standort die Zahl der Studierenden im Fach, auf zehn gerundet (zwischen 140 in Homburg und 840 in Frankfurt). Die Angaben der Fakultäten selbst weichen teils ab: Für die Charité führt das CHE 800 Studierende, die Fakultät nennt über 500.
  6. Was kostet das Wohnen? Das CHE gibt Spannen für Wohnheimmieten je Standort an; fünf Städte vergleicht Die schönsten Unistädte für Zahnmedizin.
  7. Kommt ein Standort mit anderem Auswahlverfahren infrage? Das zeigt Zahnmedizin an privaten Universitäten.

Fachschaftsgespräche und Tage der offenen Tür ergänzen das Ranking. Frag dort nach Patientenzuteilung, Kursgrößen im Phantomkurs und der Instrumentenausgabe.

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