Campus der Universität Witten/Herdecke – Zahnmedizinstudium in Witten
Witten, Deutschland

Universität Witten/Herdecke

Auf einen Blick

EinrichtungPrivat
SemesterbeginnWintersemester
StudiengebührenUmgekehrter Generationenvertrag: Sofortzahlung 110.400€ gesamt (1.840€/Monat) oder einkommensabhängige Rückzahlung nach dem Studium (14% des Einkommens über 10 Jahre)
Studienplätzeca. 44

Über die Uni

Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) wurde 1983 als erste private Universität der Bundesrepublik Deutschland gegründet und hat sich seither einen Ruf als Reformuniversität mit besonderem Fokus auf Persönlichkeitsbildung erarbeitet. Anders als die meisten staatlichen Universitäten ist die UW/H bewusst klein gehalten: Sie gliedert sich in eine Fakultät für Gesundheit, eine Wirtschaftsfakultät sowie eine Fakultät für Kulturreflexion, wobei die Fakultät für Gesundheit mit den Studiengängen Humanmedizin, Zahnmedizin, Pflegewissenschaft und Psychologie den größten Bereich bildet. Die Universität finanziert sich, anders als staatliche Hochschulen, überwiegend über Studienbeiträge, Spenden und Drittmittel und legt entsprechend großen Wert auf eine enge Betreuung ihrer vergleichsweise kleinen Studierendenzahl.

Der Campus liegt zentral in Witten und vereint Lehrgebäude, Bibliothek und die universitätseigene Zahnklinik in fußläufiger Nähe zueinander, was kurze Wege zwischen Vorlesung, Seminar und praktischer Patientenbehandlung ermöglicht.

Stadt & Leben

Witten liegt im südlichen Ruhrgebiet zwischen Bochum und Dortmund und hat rund 96.000 Einwohner. Anders als die großen Universitätsstädte München, Berlin oder Köln bietet Witten eine deutlich kleinstädtischere, ruhigere Atmosphäre mit kurzen Wegen zwischen Campus, Wohnort und Innenstadt. Gleichzeitig profitieren Studierende von der guten Anbindung an die Metropolregion Ruhrgebiet: Bochum, Dortmund und Essen sind mit Bus und Bahn in kurzer Zeit erreichbar und bieten ein deutlich größeres kulturelles und studentisches Freizeitangebot, von Theatern und Clubs bis zu den großen Ruhrgebiets-Universitäten mit ihrem eigenen studentischen Leben.

Für Studierende, die eine persönliche Campusatmosphäre einer belebten Großstadt vorziehen, aber dennoch nicht auf städtische Infrastruktur verzichten möchten, bietet Witten eine Mischung aus beidem: überschaubare Stadtgröße mit direktem Anschluss an eine der bevölkerungsreichsten Regionen Deutschlands.

Zahnmedizin vor Ort

Ein zentrales Merkmal des Zahnmedizinstudiums in Witten/Herdecke ist die universitätseigene Zahnklinik, in der Studierende bereits früh im Studium praktisch relevant arbeiten. Das Studium ist als Staatsexamensstudiengang „Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde“ organisiert und dauert regulär zehn Semester. Was den Studiengang gegenüber staatlichen Standorten sonst noch unterscheidet, von der Zulassung bis zum umgekehrten Generationenvertrag, beschreibt unser Artikel zur Zahnmedizin in Witten/Herdecke. Wie sich die Kosten eines Zahnmedizinstudiums an privaten und staatlichen Standorten unterscheiden, ordnet ein weiterer Ratgeber ein. Weil die UW/H pro Jahrgang nur eine vergleichsweise kleine Zahl an Studienplätzen vergibt, ist die Betreuung in den praktischen Kursen und an den Behandlungsstühlen der Zahnklinik spürbar persönlicher als an großen staatlichen Fakultäten mit mehreren Hundert Studierenden pro Jahrgang. Diese kleinen Gruppengrößen ziehen sich durch das gesamte Studium, von den vorklinischen Grundlagenfächern bis zu den klinischen Behandlungskursen am Patienten.

Bewerbung

Anders als an staatlichen Universitäten läuft die Zulassung zum Zahnmedizinstudium an der UW/H nicht über das zentrale Vergabeverfahren der Stiftung für Hochschulzulassung. Die Universität verzichtet bewusst auf einen klassischen Numerus clausus und wählt ihre Studierenden stattdessen über ein eigenes, mehrstufiges Verfahren aus, das auf der Bewerbungsseite der UW/H im Detail beschrieben ist. Nach der Online-Bewerbung folgt ein persönlicher Auswahltag vor Ort in Witten, der ein ausführliches persönliches Gespräch sowie einen praktischen Test umfasst. Der praktische Test prüft unter anderem die manuelle Geschicklichkeit und das räumliche Vorstellungsvermögen der Bewerberinnen und Bewerber – Fähigkeiten, die im späteren zahnärztlichen Berufsalltag unmittelbar gebraucht werden. In die Gesamtbewertung fließen zusätzlich schulische Leistungen, eine naturwissenschaftliche Schwerpunktsetzung, soziales Engagement, berufliche Vorerfahrung und Motivation ein. Für die Bewerbung fällt eine einmalige Gebühr an, die bei nachgewiesener finanzieller Bedürftigkeit reduziert werden kann. Studienbeginn ist ausschließlich zum Wintersemester; das Auswahlverfahren selbst findet üblicherweise im Frühsommer statt, mit Einladungen rund 10 bis 14 Tage vorher per Post.

Quellen

  • Universität Witten/Herdecke: Staatsexamen Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Bewerbungsverfahren (uni-wh.de)
  • Universität Witten/Herdecke: Umgekehrter Generationenvertrag, Studienbeiträge (uni-wh.de)

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